Ein ähnliches Votum wird nächsten Donnerstag vom OSL-Kreistag erwartet.

Lediglich in Cottbus gibt es noch Unsicherheiten. Zwar stimmten die Stadtverordneten den drei Verträgen mit SPN zu, in denen es um die Ausländerbehörde, die Landwirtschafts- und Lebensmittelüberwachung sowie die Ausgabe von Fischereischeinen geht. Das geplante gemeinsame Kataster- und Vermessungsamt mit SPN und OSL ist allerdings in Cottbus noch in der Schwebe. Am Freitag gab es noch einmal ein Treffen mit dem Innenministerium, in dem gemeinsam nach Lösungen für die finanziellen Unsicherheiten für die Cottbuser gesucht wurde.

"Wir hoffen, dass durch die vom Innenministerium aufgezeigten Ansätze auch die Stadt Cottbus nun die Vereinbarung in der Stadtverordnetenversammlung am 19. Dezember zum Beschluss vorlegen kann", erklärte Landrat Harald Altekrüger (CDU) im Kreistag. "Sollte dies nicht gelingen, werden der Landkreis Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße gemeinsam gehen und die Zusammenarbeit vorerst alleine starten", betonte Altekrüger. Eine spätere Einbeziehung der Stadt Cottbus sei auch nach dem 1. April möglich. Anders als in der Stadt Cottbus hat sich der Personalrat der Kreisverwaltung bisher nicht zu den geplanten Ämterfusionen geäußert. Erst auf Nachfrage aus den Reihen des Kreistages erklärte die Personalratsvorsitzende Jana Materne, dass sie keine Bedenken sieht: "Wir stehen dem Thema neutral bis positiv gegenüber." Der Personalrat sehe seine Aufgabe nicht darin, politische Statements abzugeben, sondern die Interessen der Mitarbeiter im Prozess zu vertreten. Das sei bisher in jeder Phase geschehen, erklärte Beigeordneter Olaf Lalk (CDU).

"Alle Personalräte waren in allen Beratungen beteiligt", so Lalk. Dass es bei einigen Mitarbeitern Sorgen gebe, sei natürlich. Mitarbeiter des Katasteramtes aus Calau müssten ins Landesbehördenzentrum nach Cottbus umziehen, wo sie zu Angestellten des Landkreises SPN werden. "Dass das nicht immer zu Freudensprüngen führt, ist klar", so Lalk.