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| 01:24 Uhr

Kasse muss Sport-Rollstuhl nicht finanzieren

Kassel. Sportlich aktive Rollstuhlfahrer können von ihrer Krankenkasse nicht die Kostenübernahme für einen Sport-Rollstuhl beanspruchen. Auch ein normaler Rollstuhl könne deren Grundbedürfnis auf Mobilität befriedigen, entschied das Bundessozialgericht (BSG, Az. epd/gzn

: B 3 KR 10/10 R).

Damit scheiterte ein Rollstuhlfahrer mit seiner Klage vor dem obersten Sozialgericht. Der Zwölfjährige nimmt aktiv an einer Rollstuhlbasketball-Jugendmannschaft teil. Bei seiner Kasse beantragte er einen 2500 Euro teuren Sport-Rollstuhl. Mit dem Sport-Rollstuhl sinke das Unfallrisiko, außerdem fördere er die soziale Integration. Die Krankenkasse müsse für einen entsprechenden Behinderungsausgleich sorgen. Das BSG wies den Anspruch zurück. Rollstuhlsport sei zwar sinnvoll. Der Junge könne jedoch nur verlangen, dass die Krankenkasse sein Mobilitätsbedürfnis sicherstellt. Dies sei aber schon mit dem regulären Rollstuhl geschehen. Der gewünschte Sport-Rollstuhl fördere weder eine medizinische Therapie noch sei er für den Schulbesuch erforderlich. Die Kasse müsse auch nicht für Hilfsmittel aufkommen, die dem behinderten Kläger den Vereinssport ermöglichen. Hier sei eher der Sozialhilfeträger Ansprechpartner.