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Kampf um die Parklücke – Vorrang hat immer der Vorausfahrende

Saarbrücken. Um freie Parklücken kämpfen Autofahrer manchmal mit allen Mitteln. Das kann aber teuer werden. dpa/bl

Wer etwa schnell vorwärts in eine Lücke hineinfährt, in die ein anderes Fahrzeug gerade rückwärts einparken will, riskiert bei einem möglichen Unfall eine Teilschuld. Darauf deutet eine Entscheidung des Landgerichts Saarbrücken (Az.: 13 S 20/16) hin, auf die der Auto Club Europa in seiner Zeitschrift "Verkehrsjurist" hinweist.

Denn beim Parken gilt die einfache Regel: Wer eine Lücke zuerst erreicht, hat Vorrang. Das gilt auch, wenn das Fahrzeug zunächst an der Lücke vorbeifährt, um dann rückwärts einzuparken. Es spielt auch keine Rolle, ob die freie Lücke an einer normalen Straße, auf einem Parkplatz oder in einem verkehrsberuhigten Bereich liegt.

Im verhandelten Fall hatte ein Autofahrer beim Rückwärtseinparken ein Fahrzeug gerammt, das nach ihm vorwärts in die freie Lücke gefahren war.