Der Fundus des Museums ist natürlich größer. Doch die Raritäten und eine breite Vielfalt von Kalendern werden bei dieser neuen Sonderausstellung präsentiert, die bis zum 29. Januar 2012 zu sehen ist.

Kalender gab es schon immer. Doch besonders nach der Wende verschenkten zahlreiche Firmen Kalender wie auch das Behindertenwerk oder Apotheken. In den Büros werden jedes Jahr Tisch- und Arbeitskalender verteilt und der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Landkreises Spree-Neiße verschickt den Abfallkalender für 2012. Die Themen der Kalender sind breit gefächert, sie lassen sich nicht alle aufzählen. Es wurde eine Auswahl von Wand-, Tisch- und Abreißkalendern, Heimat-, Soldaten- und Hausfrauenkalendern, Sport-, Eisenbahn-, Sparkassen- und Landwirtschaftskalendern und vielen anderen Exemplaren getroffen.

Die Ausstellung wurde durch den eigenen großen Fundes des Museums sowie durch Leihgaben von Ullrich Müller, Uwe Lenk sowie Manfred und Marita Ihle ermöglicht. „Es entstanden sehr viele Kalender über Spremberg, Aber in unserer Ausstellung sind auch zahlreiche Kalender aus unserem Landkreis zu sehen“, sagt Eckbart Kwast. In der „Truhe“ werden sorbische Kostbarkeiten aus der Lausitz gezeigt. Der Spreewald, der Bergbau, Haustiere aus der Gemeinde Neuhausen, Postkarten aus Forst sowie der Jahreskalender der Lausitzer Rundschau ziehen die Blicke auf sich. Als Blickfang der Ausstellung zeigt sich wohl der Panorama-Kalender der Deutschen Bahn mit dem Görlitzer Bahnhof. Einen Heimatkalender gab es bereits seit 1909, doch damals hatte er Themen aus Calau, Cottbus und Spremberg zum Inhalt. Die neueren Heimatkalender gaben dann eher über Spremberger Geschichten Auskunft. Der älteste Kalender in der jetzigen Ausstellung stammt aus dem Jahre 1894 und hieß „Deutscher Soldatenfreund“. Zu den Raritäten unter den Ausstellungsstücken gehört auch der Spremberger Hauskalender von 1913, der von der Spremberger Buchdruckerei Otto Müller gestaltet wurde. Das kleinste Exemplar ist wohl der Mini-Kalender von 1918. Er hat eine Größe von sechs mal vier Zentimetern und kam von Eintracht-Braunkohlenwerke und Brikettfabriken AG Neu-Welzow/NL.

„Da wir in diesem Jahr noch bis vor wenigen Tagen Feierlichkeiten zu unserem Jubiläum ,100 Jahre Museum' hatten, gibt es einmal keine Weihnachtsausstellung. So entschied ich mich für die Kalenderausstellung, im kommenden Jahr wird es wieder weihnachtlich“, versprach der Fachleiter Museum, Eckbert Kwast. Ab sofort ist die Ausstellung im Kulturschloss des Landkreises Spree-Neiße in Spremberg zu sehen.

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Zum ThemaGeöffnet hat die Ausstellung: Dienstag bis Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr; Samstag, Sonntag und Feiertage 14 bis 17 Uhr (Montag geschlossen). Es folgt ab dem 12. Februar 2012 die Sonderausstellung „Rund-um-Kirche“ – Panorama-Innenansichten Niederlausitzer Kirchen von Frank Trosien.