Diese Angabe sei ein wesentlicher Bestandteil bei der Kaufpreisbildung, stellten die Richter fest. Es liege also ein Mangel vor, wenn der Motor eines Gebrauchtwagens erheblich mehr Kilometer "auf dem Buckel" habe, als vom Händler im Kaufvertrag angegeben wurde. Der Käufer könne dem Händler das Auto zurückgeben.
Das Landgericht habe mit seiner Entscheidung einem Kläger Recht gegeben, der das Geld, das er für einen gebrauchten Porsche 911 S Coupé gezahlt hatte, zurückforderte, teilte der Autoclub weiter mit. Beim Kauf sei eine Fahrleistung von 42 000 Kilometern angegeben worden. Nach knapp 1000 Kilometern Fahrt habe der Porsche-Käufer seinen Sportwagen mit einem kapitalen Motorschaden in die Werkstatt bringen müssen. Dort hätten die Mechaniker erkannt, dass das Auto eine erheblich höhere Kilometerlaufleistung gehabt habe.
Vor Gericht habe ein Sachverständiger sogar festgestellt, dass der Porsche weit mehr als 100 000 Kilometer gelaufen war. Für den Händler wären nach Ansicht des Gerichts die Angaben des Vorbesitzers überprüfbar gewesen (Az.: 23 O 596/05). (ddp.djn/sh)