Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das staatliche Max-Rubner-Institut (MRI) rieten ausdrücklich vor dem Verzehr von Natamycin ab.

„Der Saint-Albray-Hersteller hat offenbar erkannt, dass er mit einer so schamlosen Verbrauchertäuschung nicht durchkommt“, erklärt Oliver Huizinga von Foodwatch. Die Verbraucherschützer forderten Bongrain dazu auf, vollständig auf den umstrittenen Stoff im Käse zu verzichten. Das Unternehmen wies dem gegenüber darauf hin, bei Herstellung und Kennzeichnung des betreffenden Käses „sämtliche deutschen und europäischen Rechtsvorschriften“ zu erfüllen.

Natamycin wirkt den Angaben zufolge wie ein Antibiotikum. Das BfR empfiehlt laut Foodwatch, die Käserinde fünf Millimeter tief abzuschneiden. Trotz der Verzehrwarnungen ist Natamycin in Käse nicht verboten.

Bongrain ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer für Käseprodukte. Das französische Unternehmen ist in Deutschland auch für Marken wie „Gé ra mont“, „Chaumes“, „Henri“ oder „LeTartare“ bekannt.

Gut zu wissen: Die Organisation Foodwatch stellt im Internet regelmäßig Produkte vor, die nach ihrer Meinung nicht halten, was sie versprechen.

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