Dem 53-Jährigen wird von Erhat Toka Beschimpfung Religionsgemeinschaften vorgeworfen, wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtete. Nuhr hat sich wiederholt kritisch mit dem Islam auseinandergesetzt. (function(d, s, id) { var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0]; if (d.getElementById(id)) return; js = d.createElement(s); js.id = id; js.src = "//connect.facebook.net/de_DE/all.js#xfbml=1"; fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs); }(document, 'script', 'facebook-jssdk')); Beitrag von Dieter Nuhr .„Wenn sich jemand über den Islam lustig macht, habe ich nichts dagegen“, sagte Toka dem Blatt. Doch Nuhrs Kritik sei verletzend, deshalb rufe er zum Boykott einer Nuhr-Veranstaltung in Osnabrück auf. Die Tageszeitung „Welt“ zitiert Toka mit dem Vorwurf, Nuhr betreibe „blöde, dumme Hetze gegen eine Minderheit“.

Doch nicht nur Toka kritisiert den Kabarettisten. Der Migrationswissenschaftler Klaus J. Bade sagte der „Welt“: „Da verwechselt einer den Islam mit dem Islamischen Staat“. Pauschale Diffamierungen anstelle von Differenzierungen würden nur neue Schreckensbilder schaffen. Nuhr hatte in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ 2011 unter anderem geschrieben, dass dem Islam Toleranz fremd sei. Nuhrs Anhänger unterstützten ihn auf seine Facebook-Seite.

Hintergrund Dieter Nuhr:

Mit Wortwitz und zahlreichen TV-Auftritten ist Dieter Nuhr zu einem der erfolgreichsten deutschen Kabarettisten geworden. Der studierte Lehrer für Kunst und Geschichte tritt seit 1994 mit Soloprogrammen landesweit auf.


Geboren am 29. Oktober 1960 in Wesel (Nordrhein-Westfalen) und aufgewachsen in Düsseldorf, machte vor allem seine humorvolle Begleitung mehrerer Großereignisse - wie der Fußball-Weltmeisterschaften 1998 und 2002 im ZDF - den heute 53-Jährigen einem breiten Publikum bekannt. In Erinnerung blieb besonders sein Spruch: „Bei der Fußball-WM habe ich mir Österreich gegen Kamerun angeschaut. Auf der einen Seite Exoten, fremde Kultur, wilde Riten - und auf der anderen Seite Kamerun.“

Nuhr ist bisher der einzige Künstler, der sowohl den deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte Kabarett als auch den Deutschen Comedypreis als bester Live-Act gewonnen hat. Ausgezeichnet wurde der verheiratete Vater einer Tochter auch wegen seines Einsatzes für die deutsche Sprache. „Er bringt seinem Publikum auch Sprachkritik nahe und regt es an, über die Wirkung von Sprache nachzudenken“, begründete die Jury des renommierten Jacob-Grimm-Preises in Kassel kürzlich die Verleihung an Nuhr.


Der Künstler tritt auch als Fotograf und Autor auf. Er hat mehrere Fernsehsendungen moderiert. Ein Ende ist seiner offiziellen Biografie zufolge nicht in Sicht: „Nuhr will mindestens 120 werden, da er davon ausgeht, dass es bis dahin für alles Ersatzteile gibt“, heißt es dort.