Ein Fischwilderer muss hier am Werk gewesen sein.

Anhand seines abgemagerten und geschwächten Zustandes stellte Falko Göpert, Leiter der Greifvogelstation Oppelhain (Elbe-Elster), fest, dass der gefiederte Freund etwa drei Tage in der Luft gebaumelt haben muss, und das bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Noch am selben Abend erlöste ein Tierarzt den Kauz von seinen Qualen. Der Angelhaken hatte sich neben einem Flügelgelenk schmerzhaft verfangen. Inzwischen geht es dem Raubvogel wieder bestens. "Er ist gut drauf. Die Verletzungen sind verheilt", sagt Göpert. Der Kauz fresse wieder lebende Mäuse. "Damit gewöhnen wir ihn langsam an die Freiheit." In der ersten Zeit hatte der Kauz aufgetaute Kücken als Ersatznahrung erhalten. In den nächsten Wochen soll er in sein Jannowitzer Revier zurückkehren. Dies werde aber nur geschehen, wenn die milde Witterung anhalte. Diese Temperaturen treiben die Mäuse als Hauptnahrungsquelle des Fleischfressers heraus.