Der Mann, der nicht namentlich genannt werden wolle, bohre mit Erlaubnis der Stadt in einem Kellergewölbe Löcher in das Gemäuer. Dort vermute er Hohlräume hinter den Wänden, berichtete das Blatt.Bei dem Gebäude handelt es sich der Zeitung zufolge um das Haus in der Wuppertaler Münzstraße, in dessen Keller die SA nach der Machtergreifung durch die Nazis ihre Gegner folterte. Der Forscher habe die Theorie, dass der Gauleiter in Ostpreußen, Erich Koch, das Bernsteinzimmer von Königsberg mit der Reichsbahn nach Wuppertal transportieren ließ. Koch stammte aus Wuppertal, hatte vor seiner Nazi-Karriere bei der Reichsbahn gelernt und kannte daher auch den Bahnanschluss des Gebäudes in Wuppertal. Die Schienen führten direkt in den Keller.Das Bernsteinzimmer war 1716 ein Geschenk des preußischen Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I. an Zar Peter den Großen. Deutsche Soldaten demontierten die Paneele im Herbst 1941 und transportierten sie nach Königsberg. Dort verlor sich ihre Spur. Ganze Hundertschaften von professionellen und Hobby-Historikern sind seither auf der Suche nach dem Schatz. Zuletzt wurde in einem alten Bergwerksstollen im Erzgebirge mit Radar nach dem Bernsteinzimmer gesucht - ohne Erfolg. AFP/han