Auch der städtebauliche Vertrag und die Kostenübernahmeerklärung für die städtebauliche Planung zum Windpark waren durch seine Hände gegangen, bevor die Gemeindevertretung beidem in dieser Woche mehrheitlich zustimmte.

Auf dem Gebiet der Gemeinde Kolkwitz stehen derzeit genau sechs Windräder. „Sie sind alle bei Eichow auf einem Privatgelände zu finden und sollen laut Betreiber jeweils zwei Megawatt Leistung liefern“, sagt Tobias Hentschel, der Leiter des Fachbereiches Bauverwaltung/Gebäudemanagement in Kolkwitz.

Weitere acht Windräder sollen im Windpark Eichow II ans Netz gehen, sagt Hentschel. Probleme mit Eichow I gebe es immer mal wieder. „Wir bekommen gelegentlich Hinweise zum Schattenwurf. Doch die können wir immer nur an den Betreiber weiterleiten“, erklärt Tobias Hentschel. Akustisch bereitet der Flügelschlag den Anwohnern keine Probleme: „Das überdeckt der Lärm von der Autobahn“, sagt Hentschel.

Ob Schattenwürfe auch mal vom Windpark Eichow II drohen könnten? Nach dem jetzigen Planungsstand sollen die nächsten Wohnbebauungen außerhalb des derzeit geltenden Grenzwertes von 1000 Metern liegen. Und nach den Unterlagen, die Hentschel kennt, sei eine Nabenhöhe von 140 Metern geplant. „Keine hohen Gittermasten, sondern ganz normale Anlagen sollen es werden“, bestätigt Hentschel.

Ärgerlich für die Gemeindeverwaltung ist: Nach wie vor gibt es keine neue beschlossene Regionalplanung für die Windenergie. Damit dürfe ein Windpark grundsätzlich an geeigneten Stellen gebaut werden, die Gemeinde kann dagegen nicht vorgehen.

Drei Windräder, die bei Krieschow geplant waren und sogar noch vier werden sollten, konnten mit dem Seeadler verhindert werden. Im Mai hatten die Gemeindevertreter die Offenlegung des Bebauungsplanes zu Eichow II beschlossen. Jetzt ist den Kolkwitzern wichtig, dass die Kostenübernahme für die städtebauliche Windparkplanung allein der Investor trägt.