Auch alte, vor 1995 eingebaute Isolierglasfenster sind wärmetechnisch längst überholt. Das berichtet die Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift „test“ und rät, die Chancen der modernen Fenstertechnik zu nutzen.
Optimale Energiespareffekte lassen sich der Stiftung Warentest zufolge mit Dreischeiben-Wärmeschutzverglasungen erzielen. Spezielle Beschichtungen und Edelgase in den Scheibenzwischenräumen würden hier verhindern, dass wertvolle Wärmeenergie nach außen entweicht.
Ein gut gedämmtes Fenster, das dem heutigen Wärmeschutzstandard entspricht und mit dem sich im Altbau bereits deutliche Energieeinspareffekte erzielen lassen, kostet nach Angaben der Stiftung rund 250 Euro pro Quadratmeter. Für Fenster mit Dreifach-Wärmeschutzverglasung und besser gedämmtem Rahmen sei etwa das Doppelte zu zahlen. Diese Mehrkosten lohnen sich den Experten zufolge vor allem, wenn das Haus auch sonst gut gedämmt ist.
Mieter können über den Austausch alter Fenster nicht selbst entscheiden. Sie haben jedoch ein Recht auf Mängelbeseitigung, wenn es durch das Fenster zieht oder Feuchtigkeit eindringt. Entscheidet sich der Vermieter für neue Fenster, kann er elf Prozent der Modernisierungskosten auf die Jahresmiete umlegen, jedoch abzüglich der Kosten, die für eine Instandsetzung fällig gewesen wären. (pm/sh)