Laut Gesetz müsse er auch ein ausführliches Gespräch mit dem Bevollmächtigten des Patienten führen. Wurde niemand bevollmächtigt, werde ein Betreuer vom Gericht gestellt. Der Betreuer sollte genau darüber informiert werden, wann welche lebensverlängernden Maßnahmen gewünscht sind und wann nicht, empfehlen die Experten. Schließlich müsse er den Arzt vom Willen des Patienten überzeugen. Vor größeren medizinischen Eingriffen könnten Patienten auch direkt mit dem Arzt über die Risiken sprechen. Dabei sollte auch die Patientenverfügung erörtert werden, um für den Betreuungsfall konkrete Weisungen zu erteilen.

Drachenschnüre ohne Metall sind sicherer

Eltern sollten beim Kauf eines Drachens auf Schnüre ohne Metallfäden achten. Denn diese Modelle bergen eine besonders große Gefahr in der Nähe von elektrischen Stromleitungen. Der Strom kann – begünstigt durch die Metallanteile im Material – leichter auf den Körper überspringen, warnt die Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder“ in Bonn. Grundsätzlich sollten Eltern darauf achten, dass Kinder ihren Drachen nur auf einer übersichtlichen Wiese steigen lassen. Dabei müsse genügend Abstand zu Mitmenschen und Strommasten eingehalten werden. Zudem sollte die Schnur bei den ersten Flugversuchen nicht länger als 50 Meter sein. Besonders kleine Kinder verfangen sich leicht in den reißfesten Schnüren und können Teile ihres Körpers strangulieren.

Rote Kennzeichen müssen montiert sein

Ein Autofahrer, der rote Kennzeichen nutzen will, muss diese wie vorgesehen außen am Fahrzeug befestigen. Sie dürfen nicht ins Auto gelegt werden, weil sonst der Versicherungsschutz verloren gehen kann. In einem vor dem Oberlandesgericht Koblenz entschiedenen Fall hatte eine Frau die Kennzeichen in ihr Fahrzeug gelegt, das danach abgebrannt war. Die Versicherung wollte nicht zahlen und bekam recht: Es bestehe selbst dann kein Versicherungsschutz, wenn das Kennzeichen nur über Nacht abgelöst wird, um es vor Diebstahl zu sichern. Damit blieb die Frau auf dem Schaden sitzen (Az.: 10 U 1258/10).

Rat und Hilfe bei Beschwerden zur Pflege

Für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen, die zu Pflegeverfahren, -anträgen oder -leistungen Beschwerden haben, gibt es jetzt Hilfe. Als „Ombudsfrau zur Entbürokratisierung der Pflege“ ist Elisabeth Beikirch im Bundesministerium für Gesundheit dafür die Kontaktperson, wie die Behörde auf ihrer Homepage schreibt. Ihre E-Mail-Adresse:

ombudsfrau@bmg.bund.de,

Rufnummer: 030 184412375.

www.bmg.bund.de