. Während der Ortsbeiratssitzung erklärte Gerd Wienig, dass es sich keinesfalls um eine Werbeveranstaltung handele, sondern jeder selbst entscheiden muss, wo er auf dem Anhörungsbogen sein Kreuz macht, so der Ortsvorsteher. Damit entscheiden die Bürger über einen Zusammenschluss mit Luckau oder die weitere Eigenständigkeit.

Nachdem Luckaus Bürgermeister Gerald Lehmann (parteilos) den Entwurf des ausgehandelten Eingliederungsvertrages erläutert hatte, brachten Gegner und Befürworter ihre Argumente vor und stellten Fragen. Immer wieder der Vorwurf: Luckau hat Schulden. „Stimmt“, so Lehmann. Luckau habe mit den 8,6 Millionen Euro Schulden, 860 Euro pro Bürger, Gesamtinvestitionen von 60 Millionen Euro gestemmt. „Wir haben ein Anlagevermögen von 84 Millionen. Das sind 8400 Euro pro Einwohner.“ Lothar Zimmermann wollte wissen, wie es mit den kommunalen Straßen stehe. „Die werden heute von Heideblick unterhalten, nach einer Fusion von der Stadt Luckau“, so Lehmann. Auch die Befürchtungen, die neue Adresse im Personalausweis koste Geld, konnte zerstreut werden. Dafür muss nichts bezahlt werden. Auch Straßennamen würden nicht geändert, ergänze Heideblicks Kämmerer Frank Deutschmann. Es gebe keine Dopplungen in Luckau. Gerd Wienig erinnerte daran, dass beide Kommunen unter Zahlungsforderungen des TAZV litten.

Die Fusion sei ein Gebot der Zeit, so Lehmann weiter. Gespräche zu Gemeindezusammenschlüssen würden auch in Golßen geführt, die sich mit ihrem Nachbarn verständigen. „Auch Sonnewalde spricht darüber mit Finsterwalde.“ Es stelle sich die Frage: „Lassen wir uns überrollen oder werden wir vor einer möglichen Zwangsfusion selbst aktiv?“