Wie eine Umfrage des Vermittlers ergab, können Darlehen mit fünfjähriger Zinsbindung ab 4,56 Prozent aufgenommen werden. Mitte Juli mussten Immobilienkäufer rund 0,7 Prozentpunkte mehr für solche Darlehen zahlen.
"Dennoch sollten Kreditnehmer nicht zu kurzen Zinsbindungen greifen", empfiehlt Baugeldexperte Kai Oppel. Vielmehr würden langfristige Konditionsfestschreibungen dafür sorgen, dass die monatliche Kreditrate bis zu 25 Jahre lang konstant bleibt und nicht bereits nach fünf Jahren eine teurere Anschlussfinanzierung vorgenommen werden muss.
Im Durchschnitt beträgt die Gesamtlaufzeit eines Immobilienkredites zwischen 25 und 30 Jahre. Mit einer Zinsbindung von 30 Jahren lässt sich beispielsweise der aktuelle Zinssatz von 5,10 Prozent bis 2038 und damit fast bis zur Schuldenfreiheit sichern, so Oppel. Bei einer kurzen Zinsbindung würde nach wenigen Jahren eine Anschlussfinanzierung fällig. Sollten bis dahin die Zinsen gestiegen sein, würde sich die Monatsrate für den Anschlusskredit automatisch erhöhen. Auch bei langen Zinsbindungen blieben Kreditnehmer flexibel: Sollte 2018 das Zinsniveau unter 5,10 Prozent liegen, könne ein 30-jähriger Kredit dank eines Sonderkündigungsrechts nach zehn Jahren gekündigt und ein günstigerer Anschlusskredit aufgenommen werden. (ddp.djn/eb)