Das Thema lautete: "Das Mühlrad erzählt uns Geschichten - ein Lied erwacht zum Leben". Die Organisatoren, in den Kleidern der Vorfahren präsent, hatten den Tag mit Liebe zum Detail vorbereitet.

"Alles von uns!", umriss der Forster Bürgermeister Jürgen Goldschmidt bei der Eröffnung mit sichtlichem Stolz die engagierte Arbeit des Noßdorfer Vereins und erwarb persönlich den Mühlencoin Nummer 61 zur Finanzierung eines neuen Mühlenrades.

Ermöglicht wurde das Ereignis auch von 25 heimatverbundenen Sponsoren. Mühlen und Lieder gehen ja im Volkslied eine enge Verbindung ein. Und so verwundert nicht, dass am Samstag die Noßdorfer bereits ein zweites und drittes Mühlenlied vorstellten, der Noßdorfer Männergesangverein entsprechende Lieder aus seinem Repertoire ausgewählt hatte und auch die jüngsten Noßdorfer aus der Kita Regenbogen und der Archimedes-Grundschule Mühlenlieder anstimmten.

Neben dem Paddeln auf der Malxe war erstmals auch "Malxe-Watscheln" angesagt. Wie einst vor Jahrhunderten war das historische Mühlenpflaster erneut Mittelpunkt der Handwerke und der Geselligkeit.

Keramikerin Regina Sensel aus Sacro bot Gelegenheit zum Mitmachen. Als Gesprächspartnerin war die Noßdorfer Mühlenchronistin Christine Riedel gefragt. Tischlermeister Jürgen Meyer aus Maust fertigte Rechen, wie sie bereits vor Jahrhunderten zum Einsatz gekommen waren. Marion Eisert sorgte nicht nur bei Kindern für eine neue Frisur. Stündlich führte Mario Kloas die Gäste im leinenen Müllergewand seines Urgroßvaters durchs Gelände und die Mühle.

Noch in diesem Jahr solle der Wasserzulauf der Mühle wieder hergestellt werden, kündigte er an.