Greenpeace will bereits veröffentlichte Daten des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Braunschweig ausgewertet haben, da das Amt seine Analysen nicht selbst auf illegale Pestizide überprüfe. Von 2176 belasteten Obst-, Gemüse- und Getreideproben aus Deutschland, enthielten laut Umweltorganisation 199 Proben illegale Pestizide - das sind neun Prozent.
Dem Bundesamt warf die Organisation vor, seine Analysen nicht selbst auf verbotene Pestizide zu prüfen. Ferner soll die Behörde einen Teil ihrer Labor-Datensätze nicht an Greenpeace weitergegeben haben. So seien nur 70 Prozent der BVL-Labortests auszuwerten gewesen. Zu den Vorwürfen wollte sich das Amt zunächst nicht äußern.
59 verschiedene in Deutschland verbotene Pestizide spürten die Greenpeace-Experten nach eigenen Angaben in den behördlichen Untersuchungsergebnissen auf. "Diese Gifte landen auf dem Teller der Verbraucher", sagte Greenpeace-Chemieexperte Manfred Krautter. "Die Agrarminister der Bundesländer müssen den Handel und Einsatz illegaler Pestizide durch die Landwirte wirksam unterbinden."
(dpa/ig)