ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 00:00 Uhr

„Ich bin das Licht der Welt“

„Das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht ergriffen“ (Johannes 1,5) Haben Sie schon einmal mit einer Taschenlampe in den nächtlichen Sternenhimmel geleuchtet? Dann werden Sie erlebt haben, dass die Finsternis dieses Licht regelrecht auffrisst. Die Lichtwellen brauchen etwas, was sie reflektiert.

Sonst verschwinden sie in der Dunkelheit auf Nimmerwiedersehen. Genauso ist es mit dem Licht, das Gott in unsere Welt hineinscheinen lässt. Mit der Geburt Jesu zu Weihnachten kam sein Licht zu uns. „Ich bin das Licht der Welt“, sagte Jesus über sich selbst und meinte damit: „Ohne mich, der ich heller als hunderttausend Sonnen strahle, gibt es kein wahres und ewiges Leben für euch. Ohne mich endet alles einmal in der Finsternis.“ Aber was nützt sein Leuchten, wenn da niemand ist, der erleuchtet werden will?

Wie fühlen Sie sich wenn Sie Energie hinein geben in ihre Partnerschaft, in ihre Familie, in die täglichen Aufgaben oder um eine Krankheit zu überwinden und scheinbar nichts davon ankommt, geschweige denn zurückkommt? Dann wird es dunkel und kalt im Leben, so als ob man mit einer Taschenlampe leuchtet und die Batterie immer schwächer wird. Spätestens dann, wenn die Energie aus ist, sollte die Erkenntnis aufleuchten: Hey, du brauchst dich doch bloß mal in die Sonne stellen und bescheinen lassen!

Und diese Sonne ist gar nicht so weit weg, wenn Jesus Christus sagt: „Ich bin das Licht der Welt.“ Dann kann es wieder hell und warm werden und zugleich wird das Licht reflektiert, mit dem Jesus uns sucht. Dann ist er nicht umsonst zu Weihnachten geboren worden, und es gibt viele kleine strahlende Lichtpunkte in unserer Welt.

Michael Otto ist Pfarrer der Selbstständig evangelisch-lutherischen Kirche Guben