Nach einem kurzen Abtasten und dem 2:2-Zwischenstand (3.) übernahm der Favorit die Initiative. Durch das aggressive Deckungsverhalten des Gegners konnten die Calauerinnen ihre Angriffsaktionen zunächst nicht entfalten. Zu oft hielt die gegnerische Torfrau die Bälle und Brandenburg nutzte jede sich bietende Chance zum Konterspiel. Der Kontrahent enteilte auf 9:3 (9.). Dem Calauer Fanblock schwante nichts Gutes. Nach einer Auszeit kam das HVC-Spiel jedoch langsam besser ins Rollen. Die Calauerinnen nahmen das hohe Tempo des Gegners an und bissen sich in die Partie zurück.

Angeführt von einer überragenden Juliane Kuba (10 Tore) verkürzte die Mannschaft den Rückstand auf 10:12 (21.). Dann folgte aber wieder eine kleine Schwächephase, allzu oft wurde unkonzentriert abgeschlossen oder im Deckungsverbund nachlässig gearbeitet. Die Brandenburgerinnen zogen bis zur Pause auf 11:17 davon.

In der zweiten Halbzeit kämpften die Südbrandenburger weiter um den Anschluss. Sie schafften aber trotz aller Bemühungen nicht den direkten Ausgleich. Über die Spielstande 13:18 und 17:22 hielt der Oberligist die Calauerinnen auf Distanz. Hoffnung keimte nochmals auf, als Sabrina Hellmann einen Siebenmeter zum 22:25 verwandelte (51.). Aber Brandenburg erhöhte sofort das Tempo und zog auf 24:29 davon. Letztlich verlor der Verbandsligist nach großem Kampf mit 26:30.

Die Geschichte des Spieles um Platz drei ist schnell erzählt. Nach nur einer Stunde Pause traten die Calauerinnen wiederum gegen einen Oberligisten, den Oranienburger HC an. Auch hier hielten die HVC-Frauen über weite Strecken der Partie gut mit. Beim Spielstand von 11:12 (20.) war aber schon zu sehen, wie schwer die Beine der Spielerinnen wurden. Zu hoch waren die Anstrengungen im Halbfinale, das seinen Tribut forderte. Die Calauerinnen hatten nichts mehr hinzuzusetzen. Zur Halbzeit lagen sie bereits mit 12:20 zurück. Am Ende verloren die Calauer Handball-Frauen mit 19:38.

"Dass wir in diesem Wettbewerb den vierten Platz erreicht haben, ist schon sehr gut. Wie mein Team aber im Halbfinale gegen den späteren Pokalsieger gespielt hat, verdient höchste Anerkennung. Wir sind dem Favoriten auf Augenhöhe begegnet", resümierte der Calauer Trainer Matthias Kleindienst.