Unter ihnen ist ein Baby, das kurz nach seiner Geburt in der am schwersten betroffenen Stadt Puerto Cabezas starb. Nicaraguas Präsident Daniel Ortega rief in der betroffenen Region den Notstand aus.
Gestern zog Felix deutlich abgeschwächt über Honduras, er wurde vom Nationalen Hurrikanzentrum (NHC) der USA zu einem Tropensturm herabgestuft. Das Hurrikanzentrum in Miami teilte mit, dass der Sturm sich über den Bergen Mittelamerikas stark abgeschwächt habe. Aufgrund der sintflutartigen Regenfälle sei die Gefahr aber noch nicht gebannt. Der Regen könnte lebensbedrohliche Überschwemmungen und Schlammlawinen auslösen. In Honduras gaben die Behörden allerdings Entwarnung.
In Nicaragua konnten sich die ersten Helfer unterdessen ein Bild der Verwüstung machen. Dort zerstörte Felix nach Behördenangaben 5000 Häuser, entwurzelte Bäume und riss Strommasten um. Ein Mann wurde nach Angaben des Gesundheitsministeriums getötet, als sein Haus über ihm einstürzte. Ein anderer Mann fiel bei Reparaturarbeiten von einem Dach. Im Meer wurde zudem die Leiche eines Mannes aus dem Küstenort Sandy Bay gefunden. 38 000 Menschen wurden nach Behördenangaben obdachlos. "Puerto Cabezas ist zerstört", sagte Reinaldo Fran cis, Gouverneur der Autonomen Region Nordatlantik. Er habe durch die Luft fliegende Häuser gesehen, in denen noch Menschen gewesen seien.
Das Welternährungsprogramm begann in der zerstörten Region nach eigenen Angaben mit der Verteilung von Nahrungsmitteln an die Betroffenen. (AFP/kr)