Wann ein Ergebnis vorliege, lasse sich gegenwärtig noch nicht sagen. Die Untersuchung soll unter anderem zutage fördern, ob bei dem Tier Verhaltensstörungen vorliegen.

Nach Angaben des Cottbuser Tierheims verhält sich der Husky-Schäferhund-Mischling jedoch derzeit friedlich, ohne Anzeichen von Aggressivität zu zeigen. ,,Bei uns haben sich bereits Menschen aus verschiedenen Bundesländern gemeldet, die das Tier bei sich aufnehmen würden", sagt Karin Schönfeld, Vorstandsmitglied des Cottbuser Tierschutzvereins. ,,Doch wir müssen zunächst das Ergebnis des Gutachtens abwarten."

Vom Gutachten hängt ab, ob der Hund am Leben bleibt oder eingeschläfert wird. Wie Karin Schönfeld vom Tierschutzverein mitteilt, wird vor der endgültigen Entscheidung ebenfalls eine Ethikkommission zur Wahrung des Tierschutzes zu Rate gezogen, der in der Regel Mediziner, Juristen und Theologen angehören.

Für den Cottbuser Polizeisprecher Berndt Fleischer ist die Zukunft des Hundes derzeit zweitrangig. ,,Wir kümmern uns zunächst um die betroffene Familie und um die Hintergründe der Attacke." Der Hund hatte am Sonnabend der vergangenen Woche um 22 Uhr nach aktuellen Erkenntnissen der Polizei den Kinderwagen umgeworfen und das Mädchen getötet, als die Eltern nach einer Party auf ihrem Grundstück kurz im Haus verschwunden waren (die RUNDSCHAU berichtete). Staatsanwaltschaft und Polizei nehmen momentan von einer Vernehmung der Eltern Abstand, da sie unter Schock stehen. Dennoch werden die Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und möglicher Vernachlässigung der Aufsichtspflicht fortgesetzt. Im Haushalt der Saspower Familie leben noch zwei weitere Hunde.