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Hoyerswerdaer Team noch zu nervös

Ronny Eckert versucht sich zu behaupten.
Ronny Eckert versucht sich zu behaupten. FOTO: Müller/wml1
Die Aufregung war noch zu groß. Der LHV Hoyerswerda hat sein Auftaktspiel in der Sachsenliga gegen den EHV Aue II verloren. cbc1

Das Spiel begann zunächst mit einer Schweigeminute für den verstorbenen ehemaligen LHV-Vize-Präsidenten Horst-Dieter Brähmig. Auch Dank seines Einsatzes genießt der Verein inzwischen einen exzellenten Ruf in Sachsen.

Auf dem Spielfeld schien anschließend die Abwehrarbeit für beide Teams nur zweitrangig. Tobias Sieber, der erfolgreichste Hoyerswerdaer Torschütze dieses Spieles, eröffnete für die Hausherren den Torreigen, den die Gäste postwendend zum 1:1 ausglichen. Das nächste Tor war dem LHV-Neuzugang Lukas Seifert vorbehalten. Bis zum 4:4 lief das Spielchen Tor und Gegentor dann immer weiter.

Schon zu diesem Zeitpunkt sah man bei den Gästen deutlich die individuelle Ausbildung vor allem der Zweitliga-Anschlusskader, die im letzten Jahr noch A-Jugend Bundesliga spielten. Immer wieder gelang es ihnen, durch schnelle Aktionen zum Torerfolg zu kommen. Bei den Lausitzern klebte nun auch etwas das Pech an den Händen, landeten doch die nächsten vier Würfe an Pfosten oder Latte. So musste beim 7:15 schon die zweite Auszeit von LHV-Trainer Conni Böhme her, um die Köpfe wieder etwas frei zu bekommen. "Wir haben leider in diesen ersten 20 Spielminuten in der Abwehr überhaupt keinen Zugriff bekommen. Es schienen alle beim ersten Spiel auch etwas übermotiviert zu sein”, nahm der Übungsleiter sein Team in Schutz. Diese Acht-Tore-Hypothek sollte dann aber auch der entscheidende Grund für die spätere Niederlage sein. Nach der Auszeit kamen die LHVer besser in die Partie und bis zum Seitenwechsel gelang es, den Rückstand auf 11:17 zu verkürzen.

Den besseren Start in den zweiten Spielabschnitt hatten dann wieder die Auer, so dass sie den Vorsprung wieder auf neun Treffer (15:24) ausbauen konnten. Eine Tugend legte das wohl jüngste LHV-Team aller Zeiten aber wieder an den Tag: Es wurde weiter bis zum Schluss gekämpft. Das honorierten auch die treuen LHV Fans, die ihre Mannschaft immer weiter anfeuerten. Im letzten Spielviertel nahm sich dann vor allem Leon Burmeister im Angriff ein Herz und netzte drei Mal aus dem Rückraum ein. Den Schlusspunkt setzte dann, der durch eine Erkältung angeschlagene, Alexander Canbek per Siebenmeter zum 25:30-Endstand. Die Zuschauer erhoben sich trotzdem am Ende von den Sitzen und honorierten den Einsatz ihrer Männer, waren doch im Spiel durchaus viele gute Ansätze zu erkennen.

LHV spielte mit: Max Kastner, Henry Schacht, Adrian Graumüller - Ben Krahl (1), Nils Nitzsche, Tobias Sieber (8), Christian Herzer (1), Lukas Seifert (1), Tony Jäschke, Ronny Eckert (4), Leon Burmeister (3), Tom Grabsch, Fabian Knofe, Alexander Canbek (7), Trainer/Betreuer: Conni Böhme, Torsten Tschierske, Christian Bartoszek