Der Berliner Wissenschaftler und Schriftsteller Dr. Kurt Gawlitta stellt an dem Abend seinen 2007 erschienenen Roman ,,Ausbruch" vor.

Darin erzählt er eine Liebesgeschichte angesichts eines befürchteten Ausbruchs des Vesuvs, der im Jahr 1947 zuletzt aktiv war. Diese Bedrohung für die 600 000 Menschen, die in der Region um den Vulkan wohnen, schafft die Spannung dieses Romans, zumal die Bürger sich - wie der Autor erzählt - unterschiedlich zu der möglichen Gefahr verhalten.

Der Autor besitzt exakte Kenntnisse über Vulkane, deren Aktivitäten und Folgen, weiß diese in die Handlung einzubeziehen, schildert aber auch das brodelnde Leben Neapels, jener modernen süditalienischen Stadt unserer Tage, in der seit Jahrtausenden Menschen unter der Rauchfahne des Vulkans und damit unter der unberechenbaren Gefahr seines Ausbruchs leben.

Dazu kommt die Liebe zwischen einer Wissenschaftlerin aus Berlin, die ihre Arbeit in Neapel aufnimmt, und einem Mitarbeiter des Observatoriums Neapel. Der Vulkanologe meint einen nah bevorstehenden Ausbruch des Vulkans vorher sagen zu können, sein Chef widerspricht, die Frau sieht sich zwischen Liebe und Wissen gestellt. Diese mehrfachen Unsicherheiten schenken dem Buch nicht nur einen packenden Verlauf der Fabel, sondern vermitteln den Lesern auch Einsichten in viele Details unserer Zeit, in das Leben in Italien und die Schönheiten jenes Landes. Dr. Kurt Gawlitta stammt aus Niedersachsen, er studierte in Bonn, Köln, Lausanne und Lyon Rechts- und Erziehungswissenschaft und arbeitete auf diesen Gebieten. Er engagiert sich im Verein Deutsche Sprache und ist stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgruppe Sprachenpolitik in Europa. Im Jahr 2001 erschienen seine italienischen Geschichten ,,Puccinis Augengläser", 2004 folgte der Roman ,,Der verkaufte Mund".

In die Lausitz führt den Autor die Liebe zum Segelfliegen, eine Leidenschaft, die er gemeinsam mit Professor Peter Biegel, von der Fachhochschule Lausitz, ausübt. Der Abend wird Gespräche zu zahlreichen Fachgebieten und Themen anregen, vor allem aber Interesse für Literatur unserer Zeit wecken. Dazu sind alle Geschichts-, Reise- und Literaturfreunde herzlich eingeladen. Martin Schmidt