Ob Hornow-Wadelsdorf weiter als selbstständige Gemeinde im Amt Döbern-Land verbleibt oder doch ein Ortsteil der Stadt Spremberg wird, soll mit Hilfe eines Bürgerentscheides geklärt werden. Dieser wird allerdings nicht mehr in diesem Jahr stattfinden, erklärte Bürgermeisterin Antoinette Leesker auf RUNDSCHAU-Nachfrage. „Es braucht Zeit, so etwas vorzubereiten. Wir müssen ja auch nichts überstürzen“, sagte sie.

Aus ihrem eigenen, unveränderten Standpunkt zu diesem Thema macht sie aber auch weiterhin keinen Hehl. Für Gemeinden von der Größe Hornow-Wadelsdorf mit derzeit 612 Einwohnern werde es zunehmend schwieriger, die eigenen Geschicke noch zu bestimmen. Um 24 Prozent sei die Finanzausstattung der Gemeinde zurückgegangen, für dieses Jahr stehe der Haushalt noch nicht einmal. Die Grundschule sei in Gefahr und deren Rettung möglicherweise nur mit der Angliederung an die Stadt zu schaffen. „Wir sollten die Eingemeindung nach Spremberg auf freiwilliger Basis vollziehen“, erklärte sie. Erst im vergangenen Jahr hatte die brandenburgische Landesregierung angekündigt, freiwillige Zusammenschlüsse von Kommunen auch wieder mit Geld zu fördern.

Allerdings gibt es in den beiden Dörfern auch Gegner einer Eingemeindung nach Spremberg. Die Bürgerinitiative Hornow-Wadelsdorf um die Gemeindevertreter Annett Zeuner und Lothar Hendrischk (beide SPD) hat sich zu Jahresbeginn gebildet. Ihr Hauptargument ist es, die politische Eigenständigkeit als Kommune so lange wie möglich zu behalten.