Aber gibt es Hoffnung auf ein Wiedersehen? Es gibt sie – und auf manchem Grabstein ist sie eingraviert. Die Hoffnung der Auferstehung. Natürlich fällt es uns schwer, sie zu glauben. Ich möchte anregen – darüber nachzudenken. Nehmen Sie eine Bibel und lesen Sie im Neuen Testament, 1. Korinther 15. Denn was wäre der christliche Glaube ohne diese Hoffnung? Sie ist Ziel und Spitze des christlichen Glaubensbekenntnisses. Wer nicht daran festhält, „bricht die Spitze des christlichen Glaubens ab“ (Rolf Wischnath). Was bliebe übrig – eine zahnlose Ideologie. Martin Buber erzählt: Ein Rabbi wurde von einem Wissenschaftler besucht, der ihn von seinem Glauben abbringen wollte. Immer neue Argumente bekam der Rabbi zu hören, am Ende antwortete der Rabbi: „Ich kann dir Gott und sein Reich nicht auf den Tisch legen, aber bedenke: Vielleicht ist es wahr.“ Dieses „vielleicht“ ließ den Mann nicht los – der erste Schritt zur Hoffnung? Versuchen wir Hoffnung zu lernen, reden wir mit Gott: „Wenn die einmal sterben, die mir lieb sind, dann gib mir den Mut, sie Dir in die Hände zu legen . . . Und dann gib mir die Kraft, zu hoffen . . . , dass Du am Morgen eines neuen Lebens mir begegnest mit allen, die ich in Dich verlor.“ (Bernhard Meuser)

Christian Knoll ist Pastor

der Cottbuser Adventgemeinde