Manuela Armenat als Referentin gewonnen. Bei ihrem ersten Vortragsbesuch in Bad Liebenwerda vor zwei Jahren hatte sie gerade ihre Dissertation zur Schwarzen Elster an der Universität Göttingen mit Forschungen am Kreismuseum Bad Liebenwerda abgeschlossen. Bei ihren Untersuchungen stieß Armenat auf eine unglaubliche Wandelung, die der Fluss in seinem Verlauf und seiner Nutzung durch die Jahrhunderte erfuhr.

In Elsterwerda demonstrierte sie anhand historischer Karten die ehemaligen Flutungsgebiete, die ein Ausbreiten der Hochwässer ermöglichte - im Gegensatz zum Gefahrenpotenzial, das die spätere Begradigung erzeugte. Besonders die Schilderung der verschiedenen rechtlichen und wirtschaftlichen Interessenlagen zur Nutzung der begehrten Flächen rund um die Elster ließen aus der Geschichte erlebbar machen, wie schwierig es ist, eine naturnahe, sensible Landschaft zu nutzen und gleichzeitig in ihrer Einzigartigkeit zu erhalten. Wer sich weiter in das Thema vertiefen möchte, dem sei ihr Buch "Die vollkommene Ausbildung der Schwarzen Elster" empfohlen, das gerade im Waxmann-Verlag erschienen ist.

"Es berührt mich ganz besonders, wieder hier an der Elster und zu Gast bei ihren Anwohnern zu sein. Die intensive Beschäftigung mit dem Fluss und seiner Landschaft hat die Region für mich zu einem Stück Heimat werden lassen", sagte die Wissenschaftlerin und Autorin. Für Vereinsvorsitzende Anja Heinrich ist die Beschäftigung mit der Geschichte wichtig. "Unsere lebenswerte Heimat zu erhalten, bedarf der Beschäftigung mit ihrer Historie. Vor allem jedoch tatkräftiger Menschen, des Miteinanders ob im Verein, im Ehrenamt oder einfach über den Gartenzaun hinweg", sagt sie. Ein Wiedersehen mit Dr. Manuela Armenat in der Region sei fest eingeplant, kündigt Heinrich an.