Heute stehen die Futterrüben auf der „Roten Liste“.

Gut, dass sie noch auf Kleinstparzellen angebaut werden und damit nicht völlig in Vergessenheit geraten. In diesem Jahr brachten sie Rekorderträge.

Auch Landwirte in Ruhe, wie Manfred Sickert in Frauwalde/Großkmehlen, gehört nach wie vor zu den Anbauern. In seiner langjährigen Praxis hatte er Futterrüben, die je Stück 13 Kilogramm auf die Waage brachten und eine gewaltige Größe von 65 Zentimetern erreichten, noch nicht geerntet. Vier dieser Kolosse ergaben einen Zentner. Eine Rübe reicht für einige Mahlzeiten für Kaninchen, Schafe und Ziegen. Weil Runkelrüben lagerfähig sind und gern gefressen werden, sind sie beliebtes Winterfutter. Die gute Ernte kann Sickert allein nicht verbrauchen. Einen Teil überlässt er einem Kleintierzüchter aus Ortrand.

Die Ferienkinder Johann (9) aus Leipzig, sowie Florian (6) und Thomas (10) aus Ortrand staunten über die Kolosse, die sie gar nicht allein in die Miete tragen konnten. Kein Wunder, dass den drei Jungs da das alte russische Märchen vom Rübchen in den Sinn kam. Aber sie halfen sich beim Transport der riesigen Wurzelpflanzen untereinander. Somit brauchten sie nicht Großeltern, Enkel, Hündchen, Kätzchen oder gar ein Mäuschen zur Hilfe zu rufen, auch nicht beim Herausziehen der Runkelrüben. Werner Weiß in Calau hatte dieser Tage gar 16 Kilogramm schwere Pflanzen aus der Erde gezogen.