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Hobbyradler treten in Cottbus kräftig in die Pedalen

"Hut ab vor den Bahnspezialisten", sagt Jens Körber.
"Hut ab vor den Bahnspezialisten", sagt Jens Körber. FOTO: Heinrich/mfh1
Cottbus. Genau 168 Hobby- und Freizeitradler aus Brandenburg, Sachsen, Niedersachsen, Berlin und Bayern haben bei der vom Radsportclub Cottbus und dem RSC-Veloteam am Wochenende ausgerichteten 27. Sparkassen-Radtourenfahrt kräftig in die Pedalen getreten. Manfred Heinrich / mfh1

Wie schon im Vorjahr, eröffnete das 1000-Meter-Zeitfahren auf der Cottbuser Radrennbahn am Samstag wieder das sportliche Spektakel. Mit einer Fahrzeit von 01:14,09 Minuten gewann Dirk Engler (49 Jahre), ehemaliger Radsportler vom damaligen SC Cottbus, die über drei Runden a 333,33 Meter zu absolvierende Strecke.

Rainer Wünsche vom RK Endspurt 09 Cottbus war mit 72 Jahren der älteste Starter, der sich dieser sportlichen Herausforderung stellte. Er kurbelte die 1000 Meter in 01:45,05 Minuten runter.

Jens Körber (41), Lehrer für Deutsch und Sport am Cottbuser Ludwig-Leichhardt-Gymnasium, nahm zum ersten Mal an diesem Wettbewerb teil. Er belegte mit seiner herausgefahrenen Zeit von 01:16,44 Minuten einen guten Platz im Vorderfeld. "Hut ab vor den Bahnspezialisten, die es in dieser Disziplin zu sportlichen Höchstleistungen gebracht haben. Für mich war es ein tolles Erlebnis, auch wenn mir in der letzten Runde die Beine schwer wie Blei waren”, so Körber, der von 1989 bis 1996 beim SC Cottbus in den Leichtathletik-Disziplinen Mehrkampf, Kugel/Diskus und Sprint seine sportlichen Ambitionen testete und am Sonntag rund 90 Kilometer mit runterkurbelte. "Ich bin im nächsten Jahr gewiss wieder mit dabei”.

Auch wenn keiner annähernd an den von Francois Perris (Frankreich) beim Bahnrad-Weltcup 2013/2014 in Aguascallientes (Mexiko) aufgestellten Bahn-Weltrekord von 56,303 s heran kam, so hatten die Starter dennoch viel Spaß beim Testen ihrer Kondition und Durchhaltevermögen gehabt. Am Sonntag ab 9 Uhr nahmen dann die Hobby- und Freizeitradler die für jedermann ausgeschriebenen Kilometer-Touren in Angriff.

Wie schon bei den vorangegangenen Radtouren erhielten die Organisatoren auch ein weiteres Mal von den Startern viel Lob für die perfekte Organisation ausgesprochen. Die Pokale für die zahlenmäßig stärksten Teilnehmer-Teams erhielten die Teichlandradler (zehn Starter), RK Endspurt 09 Cottbus (14 Starter) und der RSV Lübben (neun Starter). Den Sonderpokal für die am weitesten angereisten Starter erhielt Herman Töpker vom RSC Papenburg (Niedersachsen).