Seine Haftpflichtversicherung muss dann nicht zahlen, sondern kann den Schadenersatzbetrag vom Klinikum einfordern, hat das Oberlandesgericht Oldenburg (Az.: 5 U 28/15) entschieden.

Im konkreten Fall erlitt ein Kraftrad-Fahrer nach dem Zusammenstoß mit einem Auto eine Rippenserienfraktur mit Lungenquetschung. Im Krankenhaus wurde der Mann sediert und beamtet. Als das Beatmungsgerät eine Störung anzeigte, ergriff ein Oberarzt falsche Maßnahmen. Der Mann erlitt dadurch einen Hirnschaden und liegt seitdem im Wachkoma. Zunächst zahlte die Haftpflichtversicherung des Autofahrers Schadenersatz, vor allem Schmerzensgeld in Höhe von 275 000 Euro.

Da die Klinik allein für den Hirnschaden verantwortlich war, klagte der Versicherer gegen das Krankenhaus. Mit Erfolg.