Burg (Spreewald): Der Schlossberg von Burg ist nicht nur aufgrund des Bismarckturms eine markanter Ort, Er berherbergt auch die Reste der größten Befestigung der Lausitzer Kultur in der Region. Mit einer nutzbaren Innenfläche von 200 mal 280 Metern bot die Anlage reichlich Schutz vor Angreifern. Die Schienentrasse der ehemaligen Spreewaldbahn sorgte dafür, dass die Wallanlage zum Teil zerstört wurde. Bei Ausgrabungen fand man allerdings Spuren mehrerer Besiedlungen, darunter eine Wehranlage aus 8. Jahrhundert v. Chr. sowie eine spätere aus der Zeit der Billendorfer Kultur. Funde, etwa des bekannten bronzenen Kultwagens, belegen die Bedeutung des Ortes zur damaligen Zeit. Zum Ende der Lausitzer Kultur wurde die Wehranlage von Burg aus unbekannten Gründen aufgegeben und verfiel.

Lieberose: Ein gut erhaltenes Beispiel der Burganlagen aus der Lausitzer Kultur findet sich in Lieberose im Ortsteil „Altes Schloss“. Die Burg liegt auf einer langgestreckten Sandinsel in der heute noch sumpfigen Niederung des Lieberoser Fließes. Die ovale Anlage misst im Durchmesser etwa 50 bis 70 Meter. Die verfallenen Wallmauern ragen noch heute bis zu 6 Meter in die Höhe.

Ostro: Eine der bedeutensten Anlagen der Lausitzer Kultur in der Region neben Burg dürfte in Ostro bei Kamenz gelegen haben. Im 7. Jahrhundert v. Chr. wurde die Siedlung von der Billendorfer Gruppe, den Menschen der Endphase der Lausitzer Kultur, erstmals befestigt. Slawische Einwanderer nutzen die Ostroer Schanze später als Basis für eigene Besiedlungen.