In dem Fall hatte eine Versicherte sich entsprechend einer ärztlichen Verordnung ein Hörgerät gekauft, ohne die Zustimmung des zuständigen Sozialversicherungsträgers abzuwarten. Die Frau wies darauf hin, dass der schnelle Kauf erforderlich gewesen sei, um als Verkäuferin in einer Bäckerei voll zur Verfügung zu stehen.

So geht es dennoch nicht, entschied das Landessozialgericht. Der Sozialversicherungsträger dürfe nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Die Versicherte wäre verpflichtet gewesen, ihr Anliegen als dringlich vorzutragen und hätte einen Kauf in Eigenregie zumindest ankündigen müssen. Die Frau bleibt deshalb auf den Kosten sitzen

(Az.: L 4 R 56/10).