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Hier erfüllt sich ein Kindertraum

Bitteschön – kosten Sie! Claudia Schulz geht auf in ihrem Beruf – künftigen Beruf, denn die Vetschauerin lernt im dritten Jahr Fleischfachverkäuferin bei "Vetschauer Wurstwaren". Und sie hat die Aussicht, nach dem Abschluss übernommen zu werden.
Bitteschön – kosten Sie! Claudia Schulz geht auf in ihrem Beruf – künftigen Beruf, denn die Vetschauerin lernt im dritten Jahr Fleischfachverkäuferin bei "Vetschauer Wurstwaren". Und sie hat die Aussicht, nach dem Abschluss übernommen zu werden. FOTO: Hannelore Kuschy
Vetschau. Wenn es um die Wurst geht, ist Claudia Schulz dabei. Die 19-Jährige bereitet sich im dritten Lehrjahr auf ihren Job als Fleischfachverkäuferin vor. Verkäuferin zu werden, das sei schon als Kind ihr Wunsch gewesen. "Vetschauer Wurstwaren" helfe ihr, diesen Traum zu erfüllen. Hannelore Kuschy

Der Tag für die junge Vetschauerin Claudia Schulz beginnt, wenn viele andere noch schlafen - um 5 Uhr. Eine Stunde später schon beginnt ihr Dienst in der Filiale an der Vetschauer Kraftwerkstraße.

"Alles muss übersichtlich und ansprechend zurecht gemacht werden. Der Kunde soll auf Anhieb sehen, was es bei uns gibt", erzählt die 19-Jährige. An das frühe Aufstehen habe sie sich gewöhnt. Zu schwer sei ihr das aber nicht gefallen, denn in ihrem kleinen Team werde gute Laune groß geschrieben. Schließlich erfüllt sich dort gerade auch ein Traum der Vetschauerin. Schon als Kind habe sie zu gern mit einem Verkaufsladen gespielt. Ihr Wunsch, Verkäuferin zu werden, habe sich über all die Jahre gehalten. Wie bei ihrem Bruder auch, der immer Koch werden wollte und als solcher gerade in Burg arbeitet. Nach dem Abschluss der 10. Klasse an der Vetschauer Oberschule habe sie sich bei "Vetschauer Wurstwaren" beworben, erzählt Claudia Schulz. Jetzt lernt sie bereits im dritten Lehrjahr. "Alles, was ich möchte, ist, dass ich meine Arbeit gut mache und jeder mit mir zufrieden ist", sagt sie. Fachberaterin Petra Dahlitz bescheinigt ihr: "Sie hat sich sehr gut entwickelt. Und wenn sie es auch möchte, wird sie nach der Ausbildung übernommen." Das gehe runter wie Öl, so die Auszubildende. Dass sie einen ordentlichen Abschluss hinbekommt, daran habe sie gar keinen Zweifel, denn "was Besseres als das hier kann mir gar nicht passieren - die Chefs kümmern sich um mich", gibt sie das Kompliment zurück.

Die Anforderungen an sie als künftige Verkäuferin aber werden sich nicht allein auf Freundlichkeit gegenüber den Kunden beschränken. Im Groben muss sie beispielsweise wissen, wie die Wurst, die sie anbietet, hergestellt wird, welche Zusatzstoffe sie enthält. Das scheint bei rund 100 der insgesamt 200 verschiedenen Wurstsorten nicht die einfachste Aufgabe zu sein. "Man muss es nur verstehen wollen", sagt Claudia Schulz, dann sei das auch möglich. In ihrem letzten Ausbildungsjahr werde sie unter anderem noch den Kochbereich durchlaufen. In der Produktion sei sie schon gewesen. Denn ihr ausbildendes Unternehmen biete nicht nur Fleisch- und Wurstwaren an, sondern dort werde auch täglich Mittagessen gekocht. Zudem würden verschiedene Salate zubereitet. Alle drei Wochen fährt die Vetschauerin zur theoretischen Ausbildung nach Cottbus. Nach Feierabend oder am Wochenende treffe sie sich gern mit Freunden, wie sie erzählt. Und sie hänge an ihrer schönen Heimat, sei schon immer ein Spreewaldmensch gewesen.

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17 eigene Filialen in der Region beliefert das Unternehmen "Vetschauer Wurstwaren". Die jüngste ist in Burg eröffnet worden, vor zwei Jahren die erste in Sachsen. Mehr als 100 Mitarbeiter sind im Unternehmen beschäftigt, das jeden Tag durchschnittlich fünf Tonnen Fleisch- und Wurstwaren produziert und auch jedes Jahr ausbildet. Derzeit sind es acht Auszubildende, vier von ihnen im Verkauf. Immer wieder fallen Lehrlinge durch ihre guten Leistungen auf. Erst 2014 war Jenifer Bogum zweitbeste Fleichfachverkäuferin im Land Brandenburg geworden.