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Herzberg siegt in der 89. Minute

Umkämpftes Derby, am Ende hatte Herzberg (l.) beim 2:1 gegen Schlieben das bessere Ende für sich.
Umkämpftes Derby, am Ende hatte Herzberg (l.) beim 2:1 gegen Schlieben das bessere Ende für sich. FOTO: Müller/dmu1
Landesklasse. Godwien Essien entscheidet das Derby gegen Schlieben vor 280 Schlachtenbummlern. Eric Heinze und die Vogt-Brüder schießen Eintracht Lauchhammer zum 4:1 über Bad Liebenwerda. Marco Kloss / mkl1

SV Großräschen - FSV Brieske/Senftenberg II 0:1 (0:0).

Tore: 0:1 Manig (52.); Schiedsrichterin: Lotz (Spremberg); Zuschauer: 70.

Einen knappen Auswärtserfolg schafften die Gäste im Südbrandenburger Derby. Auf beiden Seiten verlief der erste Durchgang schleppend und nur selten mit gefährlichen Aktionen. Intensiver und chancenreicher sollte es nach der Pause werden. Brieske hatte die erste Großchance durch Ertel. Kurze Zeit später war es wieder ein langer Ball, dem die Gäste nachsetzten und Steven Manig zentral abschloss. Torhüter Marian Miottke sah dabei nicht gut aus. Großräschen kam nun etwas auf und wurde gefährlicher. Die Gäste verteidigten aber gut und kamen zum nicht unverdienten zweiten Sieg in Folge.

Eintracht Lauchhammer - FC Bad Liebenwerda 4:1 (3:0).

T: 1:0 Heinze (8.), 2:0 C. Vogt (10.), 3:0 Heinze (42.), 4:0 M. Vogt (58./Elfmeter), 4:1 Wentzel (69.); SR: Peßolat (Senftenberg); Z: 54.

Ein Spiel, was im Ergebnis deutlicher klingt, als es am Ende war. Bad Liebenwerda hatte zwar über die gesamte Spielzeit mehr Ballbesitz, vor dem gegnerischen Tor agierten die Kurstädter jedoch zu umständlich. Die Eintracht dagegen spielte geradlinig in die Spitze, wo der pfeilschnelle Heinze den Verteidigern ein ums andere Mal davon lief. Nachdem sich beide Mannschaften abtasteten, war es ein schnelles Umschalten durch Matsch auf C. Vogt, der vor dem Tor querlegte und Heinze zum 1:0 einschob. Keine zwei Zeigerumdrehungen später flankte Gerike in den Strafraum und C. Vogt erzielte das 2:0. Sichtlich geschockt versuchten die Gäste ins Spiel zurück zu kommen. Der agile Bahr, der auf dem Platz fast überall zu finden war, spielte mehrfach den Ball in die gefährliche Zone, vor dem Tor scheiterte man jedoch. Die beste Chance vergab Herbrig mit einem Lattenschuss. Lauchhammer konnte immer wieder gefährliche Konter setzen, einen davon schloss Heinze ab. Hühne steckte dann einen Pass durch die Abwehrreihe, Heinze versuchte den Keeper zu umkurven und wurde zu Fall gebracht. Den Elfmeter versenkte M. Vogt. Wentzel gelang nur noch der Ehrentreffer.

Herzberg - Schlieben 2:1 (0:0).

T: 0:1 Schneider (61.), 1:1 Brezinsky (84./FE), 1:2 Essien (89.); Gelb-Rote Karten: 36. Priebe (Schlieben), 84. Weinert (Schlieben); SR: Läufer (Am Mellensee); Z: 280.

Beide Mannschaften lieferten sich ein hochemotionales Derby. Klare Chance waren Mangelware, aber durch leidenschaftlich geführte Zweikämpfe kamen die Zuschauer auf ihre Kosten. Der VfB war das aktivere Team, der TSV verteidigte geschickt und wartete auf Konter. Die erste und einzige richtige Großchance hatten die Gäste nach einer halben Stunde durch einen Kopfball von Robert Dehne. Ein wenig überdrehte der bereits verwarnte Priebe bei einer kleinen Rudelbildung und erwies seiner Mannschaft mit einer Ampelkarte einen Bärendienst. Richtig zu merken war die Unterzahl nicht. Nach der Pause bot sich das gleich Bild, die Herzberger suchten ihr Glück in der Offensive. Nach einer Stunde gelang aber Schlieben die Führung. Brezinsky vertendelte gegen den aufmerksamen Max Drößigk den Ball. Philipp Schneider startete ein sehenswertes Solo und schloss dieses auch zur Freude der Gäste-Fans ab. Herzberg war nun gefordert, aber die Elf tat sich schwer. Nach mehreren kniffligen Strafraumszenen gab es in der 83. Minute einen aus Heimsicht überfälligen Elfmeter. Den verwandelte Brezinsky zum Ausgleich. Damit gaben sich die Hausherren nicht zufrieden. Zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit gelang Godwin Essien die Herzberger Führung, die es dann zu verteidigen galt, denn der TSV warf noch einmal alles nach vorn und hatte durch Kapitän Robert Dehne die Chance auf ein Remis. Am Ende blieben die drei Punkte in einem umkämpften und emotionalen Derby in Herzberg.

VfB Hohenleipisch II - Alemannia Altdöbern 2:2 (1:1).

T: 0:1 Lubitz (12.), 1:1 Schüler (23.), 2:1 Scheit (63.), 2:2 Franke (67.); Rote Karte: 90+3. Barich (Altdöbern); SR: Ruhner (Groß-Luja); Z: 63.

In einem kampfbetonten, aber auch abwechslungsreichen Spiel gab es keinen Sieger. Sven Schüler hätte beim Stand vom 1:1 nach einer halben Stunde das 2:1 erzielen können, schob das Leder aber aus fünf Metern über das SSV-Tor. Viele Chancen wurden auf beiden Seiten ausgelassen und gerade in der Schlussviertelstunde gab es einen offenen Schlagabtausch, wobei VfB-Keeper Patrick Linge zweimal glänzend für seine Mannschaft rettete. Zum Ende der Partie wurde es etwas hektischer, da die letzten Minuten durch viele Fouls geprägt waren. Niklas Barich sah nach groben Foulspiel in der Nachspielzeit noch die Rote Karte.

Peitz - SG Friedersdorf 2:0 (2:0).

T: 1:0 Lohse (13.), 2:0 Brandt (34.); SR: Cufta (Guben); Z: 45.

Rot-Weiß Luckau - FSV Lauchhammer 3:1 (0:0).

T: 1:0 Seinwill (19.), 1:1 Hein (60.), 2:1 Kölling (70.), 3:1 Molks (79.); SR: Schmidtke (Cottbus); Z: 117.