Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) begrüßte die "heroischen" Marktfrauen, die trotz widrigen Wetters und glatter Tanzfläche stolz ihre farbenfrohen Kostüme und eigens einstudierten Tänze präsentierten. Mit Tänzen zu Liedern wie "In München steht ein Hofbräuhaus" oder dem "Fliegerlied" wurde das Publikum unterhalten. Die närrischen Zuschauer - unter anderem verkleidet als Clowns, Bären oder Indianer - tanzten begeistert mit.Beim traditionellen Narrensprung im baden-württembergischen Rottweil kamen nach dem Höhepunkt am Tag zuvor auch am Dienstag noch einmal 8000 Zuschauer. Zum dritten und letzten Sprung am Nachmittag kamen wieder mehrere Tausend Menschen. Mit lautem Geschrei und dem traditionellen Ruf "Hu-hu-hu-hu-hu" zogen die "Kleidlesträger" mit ihren Holzmasken durch die Stadt und vollführten auf ihren Holzstangen wilde Sprünge. Kaum irgendwo sonst wird die Fastnacht noch so traditionell gefeiert wie in Rottweil.In Karlsruhe feierten am Nachmittag etwa 3000 Narren und 85 Gruppen, die den närrischen Lindwurm in Bewegung hielten. 40 Tonnen Süßigkeiten und andere Leckereien sollten verteilt werden. Auf den Motivwagen spielen auch die glücklosen Banker eine Rolle. Fastnachtsumzüge waren auch in vielen anderen Städten im Südwesten geplant.Etwa 700 Narren stürmten in Mannheim die einstige Residenz von Kurfürst Carl Philipp, wo Ministerpräsident Oettinger zum Neujahrsempfang geladen hatte. Mit einer zweiten ausschweifenden Nacht im Sambodrom sind die Karnevalsfeiern in Rio de Janeiro zu Ende gegangen. Tänzerinnen im aufreizenden Minimalkostüm führten in der 700 Meter langen Arena am Montagabend ihre Choreografien vor, rund 70 000 Zuschauer verfolgten auf den Rängen das farbenfrohe Spektakel. Auf den Straßen der Stadt feierten Einheimische und Touristen zu Trommelrhythmen bis in die frühen Morgenstunden.Nachdem bereits am Sonntag sechs Sambaschulen unter den Augen von Brasiliens Präsident Luiz Inacio Lula da Silva ihr Programm präsentiert hatten, traten am Montagabend sechs weitere Top-Schulen im Sambodrom auf. AFP/dpa/ig