Ich bestaune die wunderbare Reichweite jeder einzelnen Kerze. Sie steht für die Hoffnung, die die Adventszeit bezeugt: Gott kommt uns entgegen, um alles neu zu machen, auch das, was jetzt noch quält. Gottes Licht durchdringt jedes Dunkel. In einzelnen Lichtblicken spüren wir das.

Weltweit hungert jeder siebte Mensch. Der Großteil von ihnen könnte sich selbst ernähren. Doch die Kleinbauern haben keinen Eigentumsnachweis für das Land, das ihre Familien seit Generationen bebauen. So können Großgrundbesitzer und globale Konzerne sich im großen Stil fremdes Land aneignen, um anzubauen, was sich weltweit gut verkauft: Erdbeeren, wenn sie bei uns nicht wachsen, Futtermittel für Europas Vieh, Energiepflanzen und vieles mehr.

Die Hilfsorganisation "Brot für die Welt" unterstützt Projekte, die Kleinbauern Eigentum sichern und nachhaltig nutzen helfen. Land soll zu allererst die satt machen, die darauf leben und arbeiten. Dann kann der Hunger überwunden werden! Keine Lage ist so hoffnungslos, dass sie nicht durch das Kommen Gottes und Menschen, die sich davon berühren lassen, gewendet werden kann! Das wollen wir am 9. Dezember um 10 Uhr in der Cottbuser Oberkirche mit einem besonderen Gottesdienst feiern, der die 54. Aktion "Brot für die Welt" für unsere Landeskirche eröffnet. Studierende der BTU aus verschiedenen Ländern formulieren Gebete, Generalsuperintendent Martin Herche predigt, Adventslieder und festliche Musik werden guttun. Feiern Sie mit und helfen Sie "Brot für die Welt" durch Ihre Spende, andere zu unterstützen, dass sie sich vom eigenen Land ernähren können!

Ulrike Menzel ist Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Cottbus.