: VI R 14/10). Anerkannt werden die Heimkosten inklusive aller Leistungen demnach als außergewöhnliche Belastungen. Diese wirken sich aber nur dann steuerlich aus, wenn sie die zumutbare Belastung übersteigen, deren Höhe sich nach Einkommen und Familienstand richtet und bis zu sieben Prozent der Einkünfte ausmachen kann.

Die Münchner Richter stellten zudem klar, dass eine Absetzbarkeit als außergewöhnliche Belastung in besonderen Fällen ohne Eigenanteil nicht infrage kommt. Denn nach der entsprechenden Vorschrift seien nur typische Unterhaltsaufwendungen, insbesondere Ernährung, Kleidung, Wohnung, Hausrat sowie notwendige Versicherungen, nicht aber Krankheits- und Pflegekosten des Unterhaltsberechtigten zu berücksichtigen.