Unter der Last des nassen Schnees kippten viele noch laubtragende Bäume um. Es kam zu zahlreichen Verkehrsunfällen, die aber meist glimpflich ausgingen. In 12 000 Haushalten am Alpenrand fiel der Strom aus.

Nach stundenlangem Schneefall verfügte das Landratsamt in Garmisch-Partenkirchen am Morgen: Alle Schulen und Kindertagesstätten im Landkreis bleiben geschlossen. Die Behörde forderte alle Einwohner auf, zu Hause zu bleiben. Umstürzende Bäume gefährdeten Fußgänger und Autofahrer. Ein Polizeisprecher warnte Autofahrer davor, auf Nebenstraßen auszuweichen. Auch er empfahl, besser zu Hause zu bleiben. Gefahrguttransporter mussten auf Parkplätzen warten, bis die Straßenverhältnisse sich besserten.

Zeitweise waren im Oberland mehrere Gemeinden komplett ohne Strom. Nach Angaben der Bayernwerk AG waren alle Kräfte im Einsatz, um die Versorgung wiederherzustellen. Vom Winter überrascht wurden auch die Bewohner in den Kreisen Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach und Starnberg. Der Schnee wird laut Meteorologen aber in den Alpentälern bald wieder tauen.