Der Inhaber der Wohnung dürfe sich gegen den Hausfriedensbruch zur Wehr setzen. Dies gelte auch für Geschwister und andere Verwandte (Az.: 4 U 2003/11).

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Schmerzensgeldklage einer Frau gegen ihren Bruder ab. Die Klägerin hatte 30 000 Euro verlangt, weil sie von ihrem Bruder gehindert worden war, sein Haus zu betreten. Dabei stürzte sie und verletzte sich. Zuvor hatte ihr der Bruder bereits schriftlich Hausverbot erteilt.