Ein „bisschen aufgeregt“ war der Mochower (Amt Lieberose), als er viele Gäste im Lübbener Wappensaal begrüßte. Weil es wichtige Menschen in seinem Leben seien, verstehe er den feierlichen Abschied nicht als Festveranstaltung für ihn, sondern als Dankeschön an Weggefährten.

Arne Feurig ist einer von ihnen. Brandenburgs Polizeipräsident sprach von einer „spannenden Karriere“, auf die Zimmerling zurückblicke. Und, dass er dessen Charaktereigenschaften schätze: „Eine gehörige Portion Optimismus, Veränderungsbereitschaft und Loyalität. Wir hätten gern mehr solcher Menschen gehabt.“

Hans-Joachim Zimmerling wirkte zuletzt im Polizeipräsidium in Frankfurt (Oder), war davor in Cottbus und mehrere Jahre auch im Spreewald tätig. 1975 hatte er nach eigenen Angaben eine Führungsfunktion in Lübben übernommen. Mit 23 Jahren sei er damals zum Leiter der Kriminalpolizei ernannt worden – für insgesamt acht Jahre. 2002 sei er beruflich in die Region zurückgekehrt. Vier Jahre lang, bis 2006, leitete Zimmerling den Schutzbereich Dahme-Spreewald. Dass er die bis dahin längste Amtszeit aller Leiter dieses Schutzbereichs vorweisen könne, habe auch „mit den guten Partnern“ in der Kreisverwaltung und der Lübbener Stadtverwaltung zu tun.

Der frühere leitende Polizeidirektor Klaus Zacharias verwies auf Zimmerlings polnische Sprachkenntnisse und auf dessen hohen Anteil bei der Zusammenarbeit der Polizei beider Länder. Hans-Joachim Zimmerling hat mehr als 40 Jahre Polizeidienst geleistet. Der 60-Jährige habe nicht nur die neue Polizei im Land Brandenburg nach 1990 mit aufgebaut, sondern auch viele Polizeieinsätze geführt: bei Naziaufmärschen, Skinheadtreffen, Entführungen, Erpressungen – die Liste sei sehr lang: „Ich werde die Arbeit vermissen.“