„Wir wollen mit dem Naturparkpreis ehrenamtliche Leistungen würdigen, die die Entwicklung der Naturparkregion fördern“, sagte der Vorsitzende des Kuratoriums des Naturparks Niederlausitzer Landrücken, Detlef Höhl, am gestrigen Donnerstag. Das ehrenamtliche Engagement unterstütze die Arbeit von Naturparkverwaltung, Kommunen und Landesverwaltung. Deshalb werde der Wettbewerb seit 2005 jährlich ausgeschrieben. „In diesem Jahr war die Entscheidung der Kuratoriumsmitglieder eindeutig“, stellte der Amtsdirektor des Amtes Altdöbern fest.

Den ersten Preis erhielt Hans Joachim Emmrich aus Buchwäldchen. „Er ist ein Urgestein des Naturschutzes und eine Leitfigur, wenn es um den Erhalt der Calauer Schweiz geht“, hob Detlef Höhl hervor. Die Auszeichnung erhielt er für seine langjährige Initiative zur Reaktivierung der jahrelang trocken liegenden Skeinzteiche bei Schöllnitz durch den Nabu Regionalverband Calau. Im Jahr 2007 habe dieser die Teiche gepachtet. Hans-Joachim Emmrich erbrachte laut Höhl wichtige Vorleistungen für die Wiederbefüllung der Teiche mit dem Anstieg des Grundwassers nach dem Ende des Bergbaus in der Region. Drei der Teiche seien inzwischen wieder gefüllt. Neben Laubfrosch, Zwergtaucher und Kranich hätten sich 52 Brutvogelarten sowie sechs Fledermausarten angesiedelt.

Einen zweiten Preis erhielt Olrik Pörtner aus Sellendorf. Der Forstmann trage seit fünf Jahren mit zahlreichen Führungen im Freilichtmuseum Höllberghof sein Wissen über Wald und Forstwirtschaft an Kindergruppen und Erwachsene heran. „Im Jahr 2008 hat er ein Forstmuseum auf dem Hofgelände eröffnet“, so Detlef Höhl. Der „Käuzchensteig“, ein Rundweg durch die Höllenberge, gehe wesentlich auf seine Initiative zurück.

Einen weiteren zweiten Preis erhielt der Förderverein Heideblick-Kultur im Wald für sein Projekt „Sagenwanderung durch die Gehrener Berge“. Verbunden mit einer Förderung durch den europäischen Sozialfonds erhielten zwei arbeitslose Frauen damit eine Perspektive. Sie realisierten mit dem Verein das Konzept einer theatralischen Führung in historischen Kostümen zu Originalschauplätzen geschichtlicher Ereignisse der Region. Das Projekt soll fortgeführt werden, in dem der Rundweg zwischen Teufelsstein und Burg Jarina aufgewertet wird.

Den dritten Preis erhielt der Radsportverein RSV Calau 1890 für seine über Jahrzehnte kontinuierlich in der Calauer Schweiz durchgeführten Lauf- und Radsportveranstaltungen. So werde seit 38 Jahren der Silvesterlauf mit Start und Ziel am Goldborn ausgetragen. Seit 2001 organisiere der Verein das Bergzeitfahren vom Goldborn hinauf zum Cabeler Berg. „Bereits zum 15. Mal fand in diesem Jahr die Radtourenfahrt ‚Rund um die Calauer Schweiz‘ statt, die bundesweit beworben wird und auf unsere Region aufmerksam macht“, ergänzte Detlef Höhl einen weiteren Auszeichnungsgrund.

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ZUM THEMADer Naturparkpreis des Naturparks Niederlausitzer Landrücken wird seit 2005 jährlich vergeben. Die in den drei Landkreisen der Naturparkregion ansässigen Sparkassen, Mittelbrandenburgische Sparkasse, sowie die Sparkassen Niederlausitz und Elbe-Elster, stellen dafür jährlich ein Preisgeld von insgesamt 1000 Euro zur Verfügung.