: 3 U 19/10). Der Busfahrer dürfe sich darauf verlassen, dass die Fahrgäste selbst dafür sorgen, einen festen Halt zu finden. Eine Ausnahme gelte allenfalls bei erkennbar hilfsbedürftigen Personen.

Das Gericht wies damit die Klage einer Krankenversicherung gegen ein Busunternehmen ab. Ein bei der Kasse versicherter Fahrgast war beim Anfahren des Linienbusses gestürzt und hatte sich erheblich verletzt. Der Versicherer wollte die Behandlungskosten von dem Unternehmen ersetzt haben. Das OLG sah dafür aber keine Rechtsgrundlage. Der Sturz des Fahrgastes beruhe offenbar auf mangelnder eigener Vorsicht. Immerhin sei kein weiterer Fahrgast gestürzt.