Kämmerin Kerstin Lichtblau stellte eine Schlussrechnung vor, die um rund 660 000 Euro besser ausfiel als geplant. Fast eine halbe Million Euro wurde zusätzlich über Gewerbesteuern, Kita-Beiträge und die Bereinigung von Haushalts- und Forderungsresten erzielt. Zudem wurden rund 166 000 Euro weniger Sach- und Personalkosten benötigt.

Damit konnten der Vermögenshaushalt aufgestockt und die Rücklagen auf mehr als eine Million Euro erhöht werden.

Im Namen aller Fraktionen dankte Monika Kakuschke (Linke) der Kämmerei für ihre Arbeit. „Es ist selten und damit ein Gütesiegel, dass es keine Einwände und Beanstandungen seitens der Kreisverwaltung gab.“

Schon beim folgenden Nachtragshaushalt für 2011 holte die harte Realität die Abgeordneten wieder ein. Mit den Veränderungen rutschte der Etat in das Minus. Das resultiert aus geringeren Gewerbesteuereinnahmen, vor allem durch rückläufige Zahlungen des Bergbau- und Energieunternehmens Vattenfall. Rund 136 000 Euro weniger werden deshalb eingenommen. Zudem sind um 47 000 Euro höhere Personalkosten und Rückstellungen an. Auch Sachkosten werden in ähnlicher Höhe zusätzlich benötigt. Die Ausgaben für Investitionen besonders im Baubereich übersteigen die Vorgaben.

„Wir können den Haushalt 2011 durch die im Vorjahr aufgestockten Rücklage ausgleichen“, erläuterte die Kämmerin. „In den nächsten Jahren wird sich die negative Entwicklung fortsetzen.“

Für das Jahr 2012 zeichnet sich bereits schwierige Entscheidungen ab, um einen genehmigungsfähigen Etat aufzustellen. Auch auch in den anderen Kommunen des Amtes Peitz was das so sein. Da auch die Umstellung auf doppische Haushaltsführung nachwirkt, wird der Etatentwurf 2012 erstmals nicht so rechtzeitig vorliegen, dass er noch im Dezember beschlossen werden kann.