Arcor verlangt 29,95 Euro und Hansenet will seine Doppelpauschale um fünf Euro auf 29,90 Euro senken. Wer sich jetzt einen DSL-Anschluss zulegen oder seinen bisherigen Anbieter wechseln möchte, sollte nicht nur aufgrund des Flatrate-Preises entscheiden, sondern auch die einzelnen Leistungen vergleichen.
So sind von der Telefonflat rate in der Regel nur Gespräche ins deutsche Festnetz abgedeckt. Wer viel ins Ausland oder ins Mobilfunknetz telefoniert, sollte die entsprechenden Tarife überprüfen. Bettina Seute vom Telekommunikationsportal "teltarif.de" macht außerdem darauf aufmerksam, dass Call-by-Call für Flatrate-Kunden der T-Com weiterhin möglich ist, bei anderen Anbietern aber nicht.
Ein wichtiger Punkt ist die Vertragslaufzeit. Hier punktet Hansenet mit seinem Angebot „Alice“ : Während der Trend zu Verträgen mit 24 Monaten Laufzeit geht, können Alice-Nutzer monatlich kündigen. Bevor sich Verbraucher für einen Wechsel entscheiden, sollten sie sicher stellen, dass das Angebot an ihrem Wohnort auch verfügbar ist, rät Thomas Hagen von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.
Verbraucher sollten die Werbeaussagen der Anbieter ohnehin skeptisch beäugen. Werbe etwa ein Anbieter mit Übertragungsraten von 16 Megabit pro Sekunde (MBit/s), könne es sich auch nur um maximal erreichbare Geschwindigkeiten handeln, so Bettina Seute.
Gute Testergebnisse im Hinblick auf die Geschwindigkeit konnten der Expertin zufolge die Kabel-TV-Betreiber erzielen. So erreicht Kabel Deutschland (KDG) bei seinem DSL-Angebot nach eigenen Angaben bis zu 30 MBit/s. KDG bietet eine Online-Pauschale mit bis zu 20 MBit/s Download-Tempo sowie eine Telefon-Flat rate für 29,90 Euro an. Die Nutzung setzt jedoch einen Kabelanschluss mit Rückkanal voraus. (dpa/eb)