Die Gubener Frauen sind mit 3:17-Punkten am Tabellenende platziert, während die Gäste als Vorjahresmeister nach einem kollektiven Umbruch nur auf dem siebten Rang stehen.

Die Chemie-Damen kamen nur sehr schleppend in die Partie und lagen schon frühzeitig mit 3:7 im Hintertreffen. Vor allem die mangelnde Chancenverwertung im Abschluss und technische Fehler ermöglichten dem VfB einfache Tore.

Erst durch eine Auszeit konnte der Spielfluss der Gäste gebremst werden. Die Gastgeberinnen kämpften sich in die Begegnung zurück. Starker Rückhalt war in dieser Phase Torhüterin Vanessa Woithe, die mehrmals bravurös hielt. Beim Stand von 10:13 waren die Chemikerinnen wieder auf Tuchfühlung, mussten den Doberlugerinnen allerdings eine Vier-Tore-Führung von 11:15 zur Pause gewähren.

Im zweiten Abschnitt schien das Spiel für die Gubenerinnen schnell abgehakt zu sein. Eine fehlende Durchschlagskraft im Angriff und kaum Kompromisslosigkeit im Torabschluss verhinderten eine Spielstandsverkürzung. Beim Stand von 12:18 fühlten sich die Gäste somit schon auf der Siegerstraße.

Doch ab der 40. Spielminute folgte die stärkste Phase der Gastgeberinnen. Motiviert und angriffslustig verkürzte man auf 17:18. Erfreulich war, dass sich alle Spielerinnen nahtlos im Spielfluss integrierten und sich wieder selbstbewusst präsentierten. Das merkte auch das Gubener Publikum und peitschte die Sieben immer wieder nach vorne. Beim 23:23 in der 55. Minute war die Spannung kaum noch zu nehmen. Beide Teams kämpften aufopferungsvoll um die zu vergebenen zwei Punkte.

Ausgleich kurz vor Schluss

Beim 24:25-Rückstand glichen die Neißestädterinnen 30 Sekunden vor Schluss zum 25:25 aus. Die Gäste erwägten mit der schnellen Mitte ihren letzten Angriff. Statt den Ballführenden entscheidend zu attackieren, landete der Ball unhaltbar im Tor der Gastgeberinnen. Freude bei den Gästen auf der einen, lange Gesichter bei den Chemie-Damen auf der anderen Seite. Mit einer knappen 25:26-Niederlage gab man die Punkte ab.

Trotzdem gilt es die Moral und die kämpferische Aufholjagd der erneut jungen Chemie-Sieben hervorzuheben. Aus dieser Niederlage müssen nun die richtigen Schlüsse gezogen und der Blick wieder nach vorn gerichtet werden. Das Team hat es immer noch in der eigenen Hand, hat den Abstieg zu verhindern, denn mit Hennigsdorf, Neuenhagen und Falkensee gastieren noch alle direkten Konkurrenten im Gubener Sportzentrum.