Die Gubener mussten den Ausfall von sechs Stammspielern verkraften und reisten nur mit elf Akteuren in Müllrose an. Dessen ungeachtet diktierte die Mannschaft von Beginn an das Geschehen. Nick Fahrenrug schloss eine schöne Aktion in der 17. Minute mit dem 0:1 ab. Als Routinier Thomas Schulz einen gut getimten Freistoß per Kopf in die Maschen setzte, waren die Grabowski-Schützlinge klar auf Siegeskurs. Die dominante Leistung der ersten Hälfte wurde dann in der 35. M. mit dem 0:3 gekrönt. Nach einem FC-Angriff ließ der Müllroser Torwart den Ball prallen, Felix Röhr reagierte am schnellsten und staubte ab. Angesichts des klaren Vorsprungs schlich sich nach der Pause etwas der Schlendrian in die Gubener Reihen. Zwar ließ die Truppe nichts mehr anbrennen, musste allerdings in der 77. Minute den gegnerischen Ehrentreffer hinnehmen. Fast wäre sogar noch das 1:4 geglückt, doch scheiterte Thomas Schulz in der 87. Minute mit einem Foulelfmeter am MSV-Keeper. Die Gäste aus dem Neißetal hatten den von der Papierform her klar favorisierten Gegner gut im Griff. Nach einer Viertelstunde wurde, quasi folgerichtig, der Ball im Tor der Postler untergebracht. Doch zum Unverständnis der Gastroser monierte der Linienrichter auf Abseits. Unbeirrt spielte die Eintracht-Elf weiter und wurde schließlich in der 41. M. belohnt, indem Sven Hähnel einen Freistoß direkt verwandelte. Auch nach dem Pausentee hielt Eintracht gut dagegen und den Oderstädtern war bestenfalls ein leichtes Chancenübergewicht zu attestieren. Das 1:1 fiel in der 55. M., aus Sicht der Gäste ein klares Abseitstor, bei dem der selbe Schiedsrichterassistent allerdings die Fahne unten behielt. Von dieser Entscheidung geschockt kassierten die Gastroser nur vier Minuten später das 1:2. Die Mannschaft gab keinesfalls auf, spielte weiterhin ebenbürtig mit und als der Post-Torsteher in der 82. M. einen Ball nicht ganz festhalten konnte, setzte Marcel Spizak erfolgreich nach. Im Gegenzug kamen die Frankfurter dank eines Sonntagsschusses zum 3:2 und ließen sich diesen insgesamt glücklichen Sieg nicht mehr aus der Hand nehmen. Groß Gastrose überhahm sofort die Kontrolle über das Geschehen. Die EFC-Abwehr bekam in der 19. M. einen Flankenball nicht unter Kontrolle und bugsierten den Ball ins eigene Tor. Obwohl mit Sebastian Klein ein wichtiger Eintracht-Akteur verletzt ins Krankenhaus gebracht werden musste, blieben die Gastgeber auch im zweiten Durchgang am Drücker. Sven Hähnel wurde in der 52. M. über den Außenflügel angespielt, ließ zwei gegnerische Spieler aussteigen und schob überlegt ein. Nach einem Konter wurde Marcel Spizak in Position gebracht und ließ sich die Chance zum 3:0 nicht entgehen. Die Messen schienen gelesen. Doch als Hütte in der 81. M. verkürzte, verlor die Eintracht die Ordnung und musste in der 86. M. noch den Anschlusstreffer hinnehmen. Der Abpfiff rettete dann den knappen, aber auf Grund der 80minütigen Dominanz verdienten Sieg.1. Kreisklasse Post dominierte in den ersten 20 Spielminuten und ging nach einem schönen Spielzug in der 14. Minute in Führung. Dann fanden die Pinnower besser in die Partie, hielten gut gegen und erspielten sich auch einige Chancen, welche aber Frankfurts Torwächter entschärfte. Machtlos war dieser aber, als Tim Eschrich in der 39. M. einen Freistoß direkt ins lange Eck beförderte. Mutig aus der Kabine gekommen setzte Mike Teichmann, nach präzisem Eckstoß, das Streitobjekt per Kopf an die Latte. Danach entwickelte sich ein verteiltes Spiel, mit beiderseits guten Möglichkeiten, da beide Kontrahenten den Sieg wollten. In der 81. M. fasste sich der aufgerückte Pinnower Libero Maik Noack ein Herz und zog aus halblinker Position ab, zur 1:2-Führung. Post machte dann noch einmal Druck. Doch Pinnow stand diszipliniert und hatten sogar noch Konterchancen. Stark ersatzgeschwächt konnte die Mannschaft nicht an die gute Leistung vom Samstag anknüpfen. Zwar überraschte Matthias Huschga den Müllroser Torwart in der 8. Minute mit einem Flachschuss aus halbrechter Position, doch nutzten die Gastgeber in der 30. M. einen Standard zum Ausgleich. Nach der Pause präsentierten sich beide Teams gleichwertig. Während aber dem SVP im Abschluss nichts gelang, zog der MSV mit Toren in der 50. bzw. 59. M. auf 3:1 davon. Als dann noch zwei Pinnower Akteure per Ampelkarte (65./75.) zum vorzeitigen Duschen geschickt wurden, war die Partie gelaufen und Müllrose nutzte das personelle Übergewicht noch zum 4:1-Endstand in der 85. Minute.