Mai ist er zur Beschlussfassung vorgesehen. Doch es gibt weiteren Informationsbedarf der Stadtverordneten. Die Sondersitzung der Stadtverordneten war von einer ungeplanten 45-minütigen Pause und einer langen, quer durch alle Fraktionen geführten Diskussion zu den im Haushaltsentwurf enthaltenen beiden Minispielfeldern für die Friedens- und die Schröter-Grundschule gekennzeichnet. Die Pause beantragte Gunnar Geilich (CDU), weil er erst am Tage die Haushaltsdokumente mit den Änderungen erhalten hatte, die im Haushaltsausschuss am Montag abgestimmt wurden. Die Zeit sei kurz gewesen, um die Korrektheit der eingetragenen Änderungen zu prüfen. Abgeordneter Frank Kramer (Wir Gubener Bürger) schlug danach eine Blockabstimmung über alle im Haushaltsausschuss bestätigten Änderungsvorschläge vor, ausgenommen der strittigen Einzelpositionen. Ersteres wurde mehrheitlich bestätigt und entschieden. Für die beiden Einzelpositionen Mini spielfelder schlug die CDU vor, die kommunalen Eigenmittel von insgesamt 32 800 Euro auf null zu setzen. Im Ergebnis der kontroversen Diskussion stellte sie diesen Antrag jedoch zurück. Das Thema Minispielfelder soll jetzt zunächst im Bildungsausschuss und danach wieder in der Stadtverordnetenversammlung behandelt werden. Bis dahin wollen die Abgeordneten von der Stadtverwaltung zum einen über die Lagepläne für die künftigen Minispielfelder informiert werden, wie auch über die Nachfolgekosten, die Betreiber und die Verantwortlichkeiten. Abgeordneter Frank Müller (SPD), sagte zur Friedensschule, dass dort diese Fragen geklärt seien, weil es Lehrer gebe, "die sich mit Leib und Seele" für dieses Thema engagieren. Er hob das Minispielfeld als Bestandteil des Schulprojekts Bewegte Pause hervor und führte an, dass ein Kunstrasen das Jahr über länger genutzt werden könne als Naturrasen.Als Hauptproblem in Bezug auf das Minispielfeld an der Corona-Schröter-Schule wurde in der Stadtverordnetenversammlung ebenso wie im Haushaltsausschuss am Montag der Standort außerhalb des eingezäunten Schulgeländes benannt. Abgeordnete Kerstin Nedoma (Linke) erinnerte dazu an die Verunreinigungen der Sportflächen am Pestalozzi-Gymnasium, als diese noch frei zugänglich waren. Außerdem wies sie auf die häufigen Zerstörungen des Spielplatzes an der Schillerstraße hin, der frei zugänglich ist. Fraktionskollege Dr. Jürgen Fuchs sah ebenfalls dieses Problem. Peter Wiepke (Wir Gubener Bürger) plädierte dafür, die Gelder lieber in den organisierten Sport zu geben. Dazu meinte Bürgermeister Klaus-Dieter Hübner (FDP), dass die Schüler "mit den Minispielfeldern für den organisierten Sport begeistert werden sollen." Die Spielfelder seien keine Konkurrenz für die Sportvereine, sondern sollten im Zusammenwirken mit ihnen genutzt werden. Das sei auch die Förderbedingung des Deutschen Fußballbundes. Kerstin-Leutert Glasche (GUB-SPN) kennzeichnete die Minispielfelder als "niederschwellige Zugänge" für Kinder, deren Eltern nicht genügend Geld für eine Vereinsmitgliedschaft haben. Sie sieht die Felder als "frühzeitige präventive Arbeit". Barbara Remus