Allein im Bereich des ehemaligen Tagebaus Kleinleipisch sei der Grundwasserspiegel von 2009 zu 2010 um einen Meter gestiegen. Das Wasser strömt aus Richtung Nordosten nach Südwesten zur Schwarzen Elster. Mittendrin liegt die Stadt Lauchhammer mit ihren zahlreichen Gefährdungsgebieten.

Im Raum der Kleinen Restlochkette nördlich von Lauchhammer habe sich der Anstieg sogar extrem beschleunigt, heißt es. Der Endwasserstand sei bald erreicht. Doch die LMBV muss gegensteuern, um die Kippen fertig zu sanieren. Das Wasser, das zu viel ist, soll deshalb in den nächsten vier bis sechs Jahren über Rohrleitungen zum Binnengraben und weiter in die Schwarze Elster geleitet werden. Gerechnet wird mit Mengen von mehr als 20 Kubikmetern in der Minute. Da das Wasser saurer ist, als es die Vorfluter vertragen, muss es vor dem Einleiten behandelt werden.

Bei normaler Wasserführung kann die Elster ohne Probleme weiteres Nass aufnehmen. Bedenklich wird es, wenn Hochwasser droht. Ab Senftenberg und weiter westlich ergießen sich schon jetzt mehrere Vorfluter in den Fluss und lassen ihn dann bedenklich anschwellen.

Auch in der Stadt Lauchhammer selbst drängt das Grundwasser weiter an die Oberfläche. Erstaunt waren unlängst die kommunalen und Verbandsvertreter im Braunkohlearbeitskreis Lauchhammer/Tröbitz-Domsdorf, dass der Grundwasseranstieg im Süden der Stadt bereits abgeschlossen sein soll. Im Norden habe der Pegel binnen eines Jahres um einen Meter zugelegt. Das Wasser steige weiter.