Zur Grundsteinlegung verzeichnete das Spreeweltenbad eine erfreuliche Zahl an (Zaun-)Gästen. In Sachsen sind Ferien, und das merkt man in Lübbenau sehr deutlich. Die Parkplätze rund um das Bad sind voll, und vormittags bildet sich schon mal eine kleine Schlange am Einlass.

Mehr als 1200 Gäste sind am Mittwoch gezählt worden. Bad und Sauna sind begehrt. Und das soll auch so bleiben. Deshalb haben die Spreewelten-Macher die Chance beim Schopf gepackt, als sie sich bot: Ein Burger hatte über Bekannte eine alte Scheune im Angebot. „Zum Verheizen viel zu schade“, hieß es im Februar. Das mehr als 100 Jahre alte Gebälk wird nun im Spreewälder Sauna-Dorf originalgetreu wieder errichtet. Am Mittwoch legten Lübbenaus Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos), WiS-Geschäftsführer Michael Jakobs und Architekt Dr. Armin Hoffmann den Grundstein.

Wenzel lobte den Bad- und Saunabetrieb als wichtigen Bestandteil der touristischen Entwicklung Lübbenaus. Die Stadt habe seit dem Betreinerwechsel auf die Spreewelten GmbH gut zehn Millionen Euro in Umbau, Erweiterung und Sanierung der Anlage gesteckt.

Das soll sich langfristig in stabilen Pachteinnahmen und stetigem Touristenstrom auszahlen. Spreewelten-Chef Michael Jakobs sprach von „gegenseitigem Glück“, was Betreiber und Eigentümer von Bad und Sauna betrifft. „Es geht nur beidseitig.“ Die Stadt habe das Potenzial der Anlage erkannt, „und wir wollen die Gäste zufriedenstellen“. Neuer Clou dazu sei die Scheune, die ab kommender Woche aufgebaut werden wird. Jakobs: „Sie schafft das Ambiente im Sauna-Dorf.“ Diese werde immer spreewälderischer, unter anderem auch durch die Gestaltung der einzelnen Saunen mit Sagenmotiven durch den Cottbuser Künstler Steffen Mertens. Die Scheune bietet mehr als 100 Saunagästen den dringend benötigten, weil manchmal knappen Ruheplatz. Ergänzt wird die Scheune um einen modernen Anbau, der im kommenden Jahr Gastronomie für Saunagäste und Badende sowie weiteren Service beherbergen wird.