„Der Geist der Bauausstellung lebt weiter und beflügelt zu neuen Ideen“, hat Bürgermeister Thomas Zenker (SPD) am Dienstag ein erstes Resümee gezogen.

Die Stadt Großräschen hat vor einem Jahr den Staffelstab von den IBA-Akteuren übernommen und mit der Gründung der Bau- und Betreibergesellschaft für einen nahtlosen Übergang gesorgt. Das Besucherzentrum mit Touristeninformation sowie die Ausstellung mit Präsentation der 30 IBA-Projekte sind erhalten geblieben. Dank der Hilfe des Großräschener Kulturfördervereins konnten auch solche Veranstaltungsreihen wie „Jazz im Liegestuhl“ und die Filmnächte weitergeführt werden. Für Leben auf den IBA-Terrassen sorgt der Tourenservice der privaten Betreiber Eckhard und Sören Hoika. 5000 Besucher haben sie in der Saison 2011 mit Kleinbussen durchs Seenland geführt. Es gab 180 Touren. Die zweistündige Spritztour durchs Lausitzer Seenlad ist bei den Gästen besonders nachgefragt. Berliner Touristen interessieren sich vor allem für die geführten Touren zur Industriekultur mit Stopp in der Gartenstadt Marga, an den Biotürmen, im Kraftwerk Plessa und an der F 60. Zu den weit gereisten Besuchern gehörte eine Gruppe aus Italien.

Der Tourenservice soll im nächsten Jahr weiter ausgebaut werden. Erste Ideen dafür hat Sören Hoika präsentiert. Erstmals soll im August die Seeschlange von den IBA-Terrassen zu Fahrten ins Seenland starten. Das Programm abrunden werden neue Radtouren. Feste Termine gibt es auch schon für Fahrten mit einem fürs Seenland neuen Fortbewegungsmittel, den Segways. Die elektrobetriebenen Fahrzeuge werden durch die Gleichgewichtsverlagerung gesteuert. „In fünf Minuten hat das jeder drauf“, freut sich Sören Hoika auf das neue Angebot.

Die derzeitige Präsentation zu den IBA-Projekten soll im nächsten Jahr durch eine neue Ausstellung ersetzt werden. Fünf renommierte Büros haben dazu im Auftrag der Stadt Konzepte zum Thema „Vom Revier zum Seenland“ entwickelt. Der Sieger-Entwurf wird am 14. Dezember prämiert. „Wir erhoffen uns aus dem Wettbewerb attraktive Ideen“, erklärt der Bürgermeister.