Denn im neuen Guinness-Buch der Rekorde, das am Samstag erscheint, steht, dass Rommell Griffith der schnellste Mann der Welt ist - zumindest auf einem Bein. Er hüpfte die 100-Meter-Distanz in nur 15,57 Sekunden. Am selben Tag stellte Griffith im Barbados National Stadium gleich noch einen Rekord auf: Er lief im Huckepackrennen mit seiner Mutter Ulinda auf dem Rücken die 100 Meter in 16,97 Sekunden.
Das neue Buch im leuchtend-gelben Einband mit dem englischen Titel "Guinness World Records 2009" stellt in bekannter Manier sportliche, verrückte, eklige und skurrile Höchstleistungen dar. Insgesamt 3400 Rekorde haben in kurzen Texten mit vielen Fotos Eingang in das neue Buch gefunden. "Bei Guinness World Records in London sind 50 000 Rekorde in der Kartei", erklärt Olaf Kuchenbecker, der für die deutsche Ausgabe verantwortlich ist. Nur eine Auswahl der Best- und Extremleistungen finde in dem Buch Platz.
Nachzulesen sind viele Rekorde, die dem Leser wahlweise Zahnschmerzen verursachen oder den Angstschweiß auf die Stirn treiben. So balancierte der Amerikaner Frank Simon einen 63,5 Kilogramm schweren Kühlschrank für zehn Sekunden auf seinen Zähnen. Sein Landsmann Jackie Bibby hielt es 45 Minuten in einer Badewanne mit 87 hochgiftigen Klapperschlangen aus.
Langen Atem bewiesen fünf Glasbläser aus Österreich. Sie stellten das größte Bierglas der Welt her. Das mundgeblasene Stück fasst 105 Liter und wurde bei seiner Präsentation mit Weizenbier gefüllt. Einen gewissen Ekel-Faktor hat der Rekord im längsten Damenbart: Vivian Wheeler aus den USA ist mit 27,9 Zentimetern Spitze. Wofür andere ein Leben lang brauchen, schafften zwei junge Männer in Guinness-Rekordzeit: Der Gründer des Online-Netzwerkes Facebook, Mark Zuckerberg, war 2008 mit 23 Jahren der jüngste US-Dollar-Milliardär. Thomas Lucian Staff aus Großbritannien erblickte am 14. Januar 2006 das Licht der Welt. Nur 355 Tage später war er der jüngste Weltreisende. Noch vor dem ersten Geburtstag hatte er mit seinen Eltern am 4. Januar 2007 den letzten noch fehlenden der sieben Kontinente besucht: Das Baby schaute sich im Thermo-Strampelanzug die Antarktis an.
Das Guinness-Buch der Rekorde erscheint in Deutschland seit 1963. Mittlerweile ist es in 20 Sprachen und 100 Ländern erhältlich. Insgesamt wurden nach Angaben des Brockhaus-Verlags, in dem das Buch in Deutschland erscheint, schon 110 Millionen Exemplare verkauft. Damit hält das Buch der Rekorde selbst einen Rekord: Es ist das am meistverkaufte urheberrechtlich geschützte Buch der Welt. (dpa/bw)