Bis zur Mitte des Jahrhunderts dürfte der Temperaturanstieg je nach Region und Saison 1,5 bis 3,7 Grad betragen. Die Indizien des Wandels.

Hitzestau: In einigen deutschen Großstädten ist es schon heute punktuell bis zu zehn Grad wärmer als im Umland, befördert auch von gespeicherter Hitze in dichter Bebauung. In den heimischen Metropolen - außer Hamburg - drohen mittelfristig mehr Gesundheitsbeeinträchtigungen bis hin zu deutlich mehr Hitzetoten. Ältere sind besonders gefährdet.

Viel Wasser im Westen: Nordrhein-Westfalen ist schon jetzt "Spitzenreiter" beim Niederschlag; infolge des Klimawandels dürfte es noch nasser werden. Deutschlandweit sind im Sommer mehr und heftigere Niederschläge als derzeit zu erwarten und im Winter weniger. Der Rheinpegel dürfte auch wegen der Gletscherschmelze in den Alpen steigen.

Schneemangel im Süden: In den Alpen steigen die Temperaturen fast doppelt so stark wie im deutschen Durchschnitt. Wintertourismus wird hierzulande mittelfristig nur noch in einer Handvoll Hochlagen möglich sein - langfristig nur noch an der Zugspitze.

Stress für Wälder: Besonders das Thüringer Becken und die Thüringer Wälder mit ihren vielen Fichten sind anfällig für Dürren, Hitzebelastungen, Krankheiten sowie Schädlingsbefall und Stürme.

Kosten: Nach einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) würde Sachsen-Anhalt, gemessen an seiner Wirtschaftsleistung, am meisten für Klimaschäden zahlen müssen. Den volkswirtschaftlichen Gesamtschaden bis 2050 beziffert das DIW auf 800 Milliarden Euro bundesweit.

Wirkung auf Pflanzen: Im Hallertau, einem der größten Hopfenanbaugebiete der Welt, registrieren die Landwirte schon jetzt mehr Ernteausfälle durch Hagel und Starkregen. Andere Pflanzen begünstigt der Klimawandel. So breiten sich hoch allergene Arten wie die Beifuß-Ambrosie aus.